Mittwoch, 31. März 2010

Time to say Goodbye.....

In wenigen Stunden geht mein Flieger und langsam wird es Zeit fuer mich Abschied zu nehmen. Nachdem es die letzten Tage in Sydney nur geregnet hatte, scheint heute extra nur fuer mich die Sonne. Das habe ich natuerlich ausgenutzt und bin nochmal wild mit der Faehre durch die Gegend gefahren.
Schon vorgestern habe ich fuer mich entschieden, dass es kein Abschied fuer immer sein wird. Ich werde definitiv wiederkommen, vielleicht nicht naechstes oder uebernaechstes Jahr, aber irgendwann ganz bestimmt.
Ich hatte eine tolle Zeit hier und habe eine Menge Leute kennengelernt die mir ans Herz gewachsen sind, meine Mitbewohner Kate und Ricardo, meine Kollegen aus dem Buero und natuerlich all die anderen Referendare die diese Erfahrung mit mir geteilt haben. Ich werd Euch alle vermissen und muss schon allein deshalb nochmal hierher ans andere Ende der Welt - und die anderen Referendare sehe ich hoffentlich bald mal wieder in Good Old Germany.
Hinzu kommt, dass ich ja noch nicht einmal einen Bruchteil von Australien gesehen hab. Die Frage ist ob jemals jemand Australien komplett erforscht hat.....

Aber jetzt freu ich mich auch erstmal auf zu Hause. Auf guenstige Supermaerkte, Fahrrad fahren, Kakerlaken freie Zonen, Spezi trinken, im Sommer abends noch im Hellen draussen sitzen zu koennen und natuerlich auf alle Daheimgebliebenen....



Montag, 29. März 2010

Operation Kängurubeutel gescheitert - Operation Koala erfolgreich

Ich habe wirklich alles gegeben und rein theoretisch bleiben mir auch noch drei Tage um meine Mission zu beenden. Es ist auch nicht so, dass ich vorzeitig aufgebe, aber ich muss einfach festhalten die Operation Kängurubeutel ist gescheitert.
Es ist keineswegs der Fall, dass ich es nicht versucht hätte aber es gestaltet sich doch eher als schwierig. Die possierlichen manchmal nicht ganz so kleinen Tierchen lassen sich in Wildlife Parks - in freier Wildbahn hab ich leider nur ein einziges Mal ein Wallaby gesehen - zwar ohne weiteres füttern und streicheln aber sobald es um den Beutel geht hört der Spaß auf. Aber hey, ich habe wenigstens welche angefasst!
Meine Reise war jedoch nicht ganz umsonst. Man könnte sich sogar die Frage stellen, ob dieses Erlebnis nicht sogar besser war als einem Känguru in den Beutel zu fassen. Ich habe nämlich einen Koala auf dem Arm gehalten!!!!!!!!!!!
Am Montagmorgen habe ich mich in freudiger Erwartung mit dem Bus in die Koala Sanctury in Brisbane aufgemacht, das erlärte Ziel war es einen Koala zu knuddeln.
Nach einer knapp 45 minütigen Fahrt dort angekommen musste ich leider feststellen, dass sie neben einem relativ hohen Eintrittspreis für den kleinen Park auch noch Geld dafür verlangen wenn man den Koala auf den Arm nimmt und ein Foto von einem dabei gemacht wird.
Da ich aber nur wegen des Koalaknuddelns da rausgefahren bin habe ich auch noch diese Bürde auf mich genommen und das Geld bezahlt.
Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Koaladame war ganz weich und flauschig und wollte gar nicht mehr von meinem Arm runter. Und so stand ich da einige Minuten mit einem Koala auf dem Arm und war einfach rundum zufrieden.
Nachdem ich jetzt schon den Eintritt und das Geld für das Foto bezahlt hatte, war der Dollar - verglichen mit den anderen Preisen spottbillig - für Kängurufutter auch noch schnell ausgegeben und ich habe mich ins Kängurugehege aufgemacht und dort meine liebgewonnenen Freunde zu füttern und zu streicheln.
Wir halten also fest Operation Kängurubeute gescheitert - Operation Koala erfolgreich.

Freitag, 26. März 2010

Going Surfing!

Da ich mich derzeit in einer Surferhochburg befinde habe ich heute mal einen Surfkurs gemacht. Mein Surflehrer war Greg, Ende 40, graue laengere Haare und hatte Probleme bis sechs zu zaehlen. Aber ansonsten ganz nett. Dennoch in keinem Fall der gutaussehende Surflehrer den man sich natuerlich erhofft.
Ausser mir hatte noch eine amerikanische Familie das Vergnuegen mit Greg.
Nach zwei Stunden hatte ich das auf den Knien surfen perfektioniert. Ich habe es zwar geschafft auf dem Brett zu stehen, aber die meiste Zeit habe ich auf dem Board gehockt, hat aber trotzdem super viel Spass gemacht. Das Anstrengenste war aber immer wieder mit dem Board raus zu den Wellen zu kommen. Dafuer werde ich heute Nacht sicherlich gut schlafen koennen......

Donnerstag, 25. März 2010

Fraser Island

Ich sitze gerad ganz backpackermaessig in einem Internetcafe umgeben von 20 jaehrigen die mit ihrer Family in der Heimat skypen und hab noch ein paar Minuten um Euch zu schreiben.
Am Sonntag gings ja in der frueh fuer mich mit dem Flieger nach Hervey Bay. Nachdem ich auf dem Weg zum Bahnhof einer aelteren Dame, die auf der Rolltreppe von ihrem eigenen Gepaeck umgeworfen wurde und wie ein Kaeger auf dem Ruecken die Rolltreppe hochgegondelt ist quasi das Leben gerettet habe, wurde ich warum auch immer - vielleicht wurde der Fluggesellschaft meine gute Tat zugetragen - upgegradet und ich durfte in einer der vorderen Reihen des Fliegers Platz nehmen. Leider war es nur eine sehr kleine Maschine und der Flug hat nur etwas mehr als eine Stunde gedauert, aber ich habe mich trotzdem wie ein Koenig gefuehlt.
Der Flughafen von Hervey Bay war der kleinste Flughafen den ich je gesehen habe - eine kleine Halle die alles beinhaltet, Check in, Gepaeckband und nur eine Ausgangstuer - ausserdem wurde die Treppe zum Flugzeug noch schoen per Hand herangeschoben.
In Hervey Bay angekommen hat mich dann das Glueck ersteinmal verlassen, denn es hat den ganzen Tag geregnet. Der Plan war eigentlich faul am Strand zu liegen, aber daraus wurde leider nichts. So habe ich den Tag im Hostel und der doch eher langweiligen Stadt totgeschlagen.
Montagmorgen wurde ich dann von Rosco - meinem Tourguide - am Hostel abgeholt und es ging auf zu einer 2 Tagestour nach Fraser Island. Insgsgesamt waren wir 13 Leute, hauptsaechlich Europaer + Rosco.
Fraser Island ist die groesste Sandinsel der Welt und seit den 90er Jahren Weltkulturerbe. Da die Insel wie gesagt komplett aus Sand besteht gibt es auch keine richtigen Strassen und sie ist nur mit Allradantrieb zu befahren.
Da das Baden am Strand eh zu gefaehrlich waere - Haie und Quallen - wird der Strand als Highway genutzt. Es gibt sogar Strassenschilder. Die Hoechstgeschwindigkeit betraegt 80km/h und so heizt jeder immer schoen entlang der Kueste.
Das Innere der Insel hat abgesehen von riesigen Sandwuesten noch etliche superklare Suesswasserseen und tropische Regenwaelder zu bieten. Die Landschaft ist einfach unbeschreiblich schoen. Und so haben wir die zwei Tage damit verbracht durch die Landschaft zu laufen, in Seen zu baden und immer wieder ueber Sandstrassen durchs Landesinnerer zu ruckeln. Wobei ruckeln noch harmlos ausgedrueckt ist. Jeder Ritt auf einem Kamel oder Elefanten waere komfortabler......
Genaechtigt wurde in einem kleinen Resort am Meer - Meeresrauschen in der Nacht inklusive -  und ich bin Abends sogar noch zu meinem lang ersehnten australischen BBQ -  fuer alle die sich Sorgen machen ohne Kaenguru oder aehnliches - gekommen.
Nach der Rueckkehr aufs Festland gings dann nach einer Nacht in Rainbow Beach auf nach Brisbane und heute bin ich mit dem Bus von Brisbane nach Byron Bay gefahren.
Ein ausfuerlicher Bericht ueber meine tierischen Erlebnisse in Brisbane erfoglt in Kuerze.......

Samstag, 20. März 2010

Wandertage!

Da meine Tage hier langsam gezählt sind versuche ich noch soviel wie möglich zu unternehmen. Letzte Woche habe ich zwei Walks von jeweils knapp 9,5km gemacht. Beide sind in Manly einem nördlichen Stadtteil von Sydney gestartet. Der erste schlängelte sich entlang der Küste, war super abwechslungsreich und landschaftlich einfach schön. Der zweite hatte zwar eine tolle Aussicht auf die Skyline von Sydney zu bieten, war aber doch eher etwas fad, was erklären würde, dass mir streckenweise niemand begegnet ist. Bei beiden hat man jedoch nicht das Gefühl, dass man mitten in einer Großstadt ist, vielmehr kommt das Gefühl von Abenteuer und Wildnis auf....

Gestern war mein letzter Arbeitstag, der mit einer vom Chef gesponsorten Pediküre nicht hätte besser abgerundet werden können. Die ganze weibliche Belegschaft - und das sind nunmal alle außer George - wurden nämlich von ihm dazu eingeladen.
Die Mitarbeiterinnen im Spa waren davon hellaufbegeistert und wollten auch direkt bei ihm anfangen!

Morgen früh geht´s für mich dann per Flieger auf Richtung Norden nach Fraser Island, ein wenig Backpackerluft schnuppern. Bisher sind nur die ersten Übernachtungen und die Tour nach Fraser Island gebucht. Danach - so ist der Plan - setzt sich die Jasmin dann in einen Bus und fährt die etwas über 1000 km nach Sydney mit dem Bus zurück und hält da an wo´s ihr gerade passt. Meine Hoffnung ist dort dann auch endlich noch mal das australische Wildlife zu Gesicht zu bekommen, da meine Mission ja im Moment eher zu scheitern droht.......
Ich werde wie immer berichten. In diesem Sinne, genießt die Frühlingssonne, ich bin dann mal für ein paar Tage weg!

Freitag, 12. März 2010

Haven´t seen the 501 for a long time!

Wie bereits in einem früheren Beitrag erwähnt ist das System des öffentlichen Nahverkehrs hier noch nicht so wirklich ausgereift.
Es gibt immer noch keine Ansagen im Bus, welche die nächste Haltestelle ansagen und man kann froh sein, wenn am Fahrplan überhaupt das Ziel des Busses steht. Das Folgeproblem ist dann, dass man im Bus sitzt und immer krampfhaft versucht zu erkennen wo die nächste Haltestelle ist und ob das eventuell die richtige für einen sein könnte.
Auch hält der Bus nur an, wenn man sein Patschehändchen raushält und dem Busfahrer sozusagen signalisiert, dass man nicht einfach nur so an der Bushaltestelle steht sondern auch bitte mitgenommen werden will.
Aber auch das ist nicht unbedingt eine Garantie, dass der Bus wirklich hält. Es kann sein, dass der Busfahrer der Aufassung ist, dass der Bus schon zu voll ist oder einfach mal das Winken der Wartenden ignoriert oder übersieht - so geschehen bei der armen Dame die morgens in den Bus einsteigen wollte, als ich auf dem Weg zur Arbeit war.
Zudem nehmen die Busfahrer den Fahrplan hier nicht wirklich erst. So kann es passieren, dass einfach mal 3 Busse - einer Linie wohlbemerkt - nicht kommen dafür dann 45 Minuten später 3 nacheinander.
Ich bin daher dazu übergegangen während der Wartezeit Sudokus zu lösen. Habe mittlerweile ein Heft komplett gelöst - ca 250 Stück (und da waren so einige kniffelige dabei). Und habe mir jetzt ein zweites Heft gekauft diesmal sinds 365 Stück, für jeden Tag eins, das sollte bis zum Schluss reichen. Ich solle dazu sagen, dass ich nur Sudokus löse, wenn ich an der Haltestelle sitze, da mir während der Fahrt dabei immer schlecht wird. Das sollte euch ungefähr einen Eindruck vermitteln wie lange ich immer warten muss.
Meine Lieblingslinien sind der 445 und der 501. Den 445 muss ich nehmen, wenn ich zur Arbeit fahre und ich bin überzeugt davon, dass es irgendwo in Sydney zwischen Balmain und Canterbury ein riesen Loch im Boden gibt in dem mindestens 15 445er Busse liegen.
Der 501 hingegen fährt von mir aus wie viele andere auch in die Innenstadt, er ist aber leider der einzige der über den Fischmarkt und den Bahnhof fährt.
Als ich vor 2 Wochen mit den anderen Sonntags am Fischmarkt verabredet war, habe ich nach 20 Minuten Wartezeit ein Taxi genommen und das wo ich doch 300 € für nen 3 Monatsticket ausgegeben habe.
Eine Woche später habe ich mal wieder mein Glück mit dem 501er versucht, aber auch diesmal kam er nicht. Als ich dann den nächstbesten anderen Bus genommen habe, wurden wir während der Bus an einer Haltestelle stand von einem Taxi gerammt.
Woraufhin der etwas hippimäßige Busfahrer aufgestanden ist und den Fahrgästen erklärt hat, ich wurde gerade von einem Taxi getroffen, diese Linie fährt nicht mehr weiter bitte alle auststeigen und bleiben sie bitte da, da wir eventuell ihre Personalien brauchen.
Also Alleman raus aus dem Bus und sich das Spektakel erstmal von Nahem angeschaut nach 2 Minuten war aber niemand mehr da, da wir uns natürlich alle auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle gemacht haben. Auch auf dem Nachhauseweg hatte ich kein Glück und der 501 ist mal wieder einfach nicht gekommen.
Dafür bin ich letzten Mittwoch am Bahnhof die Rolltreppe zu den Bussen heraufgekommen und wie aus dem Nichts ist ein 501er aufgetaucht. Ich habe die Gelegenheit natürlich direkt am Schopfe gepackt und bin reingesprungen, wer weiß, wann man den 501er das nächste Mal sieht........

Mittwoch, 10. März 2010

Go Tahs!

Letzten Samstag hab ich mich mit ein paar anderen deutschen Referendaren und einer Schweizerin aufgemacht um ein Rugbyspiel zu sehen.
Man muss dazu sagen, bis zum Ticketkauf am Stadion waren wir uns nicht sicher ob es sich um Rugby handelt oder nicht doch um Asutralian Rules Football. Eins war jedoch klar, es ist definitiv kein Cricket. Der Australier an sich ist nämlich sehr sportbegeistert und spielt alles was es so gibt.
Nach einem Blick auf die Eintrittskarte war dann aber schnell klar es ist Rugby - nicht dass ich den Unterschied zwischen den beiden Sportarten kenne, noch dass sich mir dir Regeln erschliessen.
Und so fanden wir uns unter sämtlichen babyblau gekleideten Fans wieder um das Spiel der New South Wales Waratahs gegen die Sharks zu sehen.
Nachdem ich in der Schlange am Geldautomaten den Typen hinter mir gefragt hatte wo denn die Sharks herkämen, meinte er wie selbstverständlich Durban, woruafhin ich nur fragte, wo bitte liegt denn Durban, als Antwort bekam ich Südafrika.
Er hat mir dann noch erklärt - zumindest hab ich das so verstanden - dass die Teams aus Australien New Zeeland und Südafrika zusammen in einer Liga spielen, ich lasse mich aber gerne eines bessere belehren falls das nicht stimmen sollte.
Das Spiel an sich war ziemlich unterhaltsam. Die meiste Zeit lagen die Spieler auf einem Haufen und versuchten den Ball den natürlich der Unterste hatte zu bekommen.
Sehr beeindruckt war ich auch von den Einwürfen... Um besser an den Ball - oder eher gesagt das Ei ranzukommen wurde aus jeder Mannschaft ein Spieler hochgehoben um das Ei zu fangen, äußerst graziös.
Ich habe zwar die Regeln immer noch nicht verstanden, aber alles in allem war es ein super Abend und wesentlich spannender als mein Besuch bei Cricket.

Freitag, 5. März 2010

Letzten Samstag

Ich bin euch ja noch einen Bericht ueber das letzte Wochenende schuldig. Nachdem Samstag super Wetter war gings tagsueber erstmal an den Strand.
Man sollte meinen Sydney liegt am Meer und das Wetter ist bestimmt super und die Jasmin aalt sich daher regelmaessig in der Sonne.
So ist es aber leider nicht, der Strand ist von meinem Haus zwar nur knapp 15 km entfernt liegt aber genau auf der anderen Ende der Innenstadt, das heisst ich tucker ersteinmal quer durch die City bis ich ankomme und da das Wetter ja auch nicht immer so mitspielt wie erhofft war ich insgesamt erst knapp 6 oder 7 Mal am Strand. Demenstprechend trage ich auch nochweiterhin meine vornehme Blaesse.
Aber heute ist das Wetter grossartig und die Badesachen sind gepackt, so dass es gleich losgehen kann.

Abends wollten wir uns dann die Mardis Gras Parade anschauen. Was sich aber doch als schwieriger als gedacht herausgestellt hat. Wir waren zwar gut eine Stunde vor Beginn der Parade dar, aber selbst zu diesem Zeitpunkt war kein Durchkommen mehr, von einem guten Platz mit Sicht auf die Strasse ganz zu schweigen.
So haben wir uns dann einige Blocks durch die Massen gekaempft und eine Leinwand gefunden, die das Spektakel was nur 10 m hinter uns stattfand uebertragen hat.
Tausende leichtbekleidete Schwule und Lesben veranstalten quasi einen Karnevalszug. Aber auch das Publikum schreckt vor schrillen Outfits nicht zurueck, so haben wir an diesem Abend so einiges gesehen, was wir eigentlich gar nicht sehen wollen. Voellig fasziniert war ich darueber, dass sogar von der Polizei und wie ich gestern erfahren habe der Feuerwehr und grossen Firmen Waegen bzw. Fussgruppen mit schwulen und lesbischen Mitarbeitern mitlaufen. Das nenn ich mal tolerant!!!
Aber auch vor der Leinwand haben wirs nur knapp eine halbe Stunde ausgehalten, da es einfach zu ueberfuellt war. Und so haben sich die anderen entschieden nen Bierchen trinken zu gehen und ich bin noch zum Geburtstag von Ricardo aufgebrochen. Letztendlich wurde es noch ein ganz entspannter Abend mit ein paar Drinks.

Jetzt gehts auf in die Sonne.....

Freitag, 26. Februar 2010

Guten Morgen!

Ich sitze gerad am Frühstückstisch und hab mal wieder ein bisschen Zeit etwas zu schreiben. Die Wochen hier vergehen wie im Flug ich es gibt noch so viele Dinge die ich mir ansehen will. Hinzu kommt, dass meine imaginäre To Do Liste was Dinge wie endlich mal Fotos ins Netz zu stellen betrifft immer länger wird.
Jeden Tag zu arbeiten schlaucht schon ganz schön und abends ziehe ich es doch meistens vor mich gemütlich auf die Couch zu hauen und mir das australische Fernsehprogramm zu Gemüte zu führen.

Die letzte Woche war eher unspektakulär, nach der Arbeit bin ich oft noch durch die Stadt und habe nicht erkundete Stadtteile entdeckt.
Donnerstagabend war Pauls Abschiedsabend und wir sind nochmal mit einigen Leuten losgezogen, ein großartiger Abschluss Paul!
Gestern war ich dann eher ruhig etwas trinken und heute gehts zum Strand und Abends auf die Mardi Gras Parade. Sydney ist ein Mekka für Schwule und Lesben und wer die letzten Tage durch die Stadt gestreift ist, konnte schon so manche Besucher des Mardi Gras Festival ausmachen. Ihr dürft also auf den folgenden Bericht und die dann hoffentlich gemachten Bilder gespannt sein!

Ich werd mich jetzt langsam auf in die Sonne machen, euch ein schönes Wochenende.
Jasmin

Dienstag, 23. Februar 2010

Blue Mountains

Am Sonntag gings bei blauem Himmel und strahlenden Sonnenschein in aller Frühe - 7.45 Uhr, alle die mich gut genug kennen wissen, dass ich um diese Uhrzeit normalerweise nicht ansprechbar bin, mit meinem Chef und seinem 9jährigen Sohn Isaac auf in die Blue Mountains.

Die Blue Mountains heissen Blue Mountains, da die Eukalytusbäume, aus denen die Mountains hauptsächlich bestehen, ein Öl produzieren, dessen Dunst von Weitem blau scheint. Ich hoffe mal das stimmt jetzt so, ansonsten lasse ich mich gerne eines besseren belehren.
Unser Ziel waren die Wentworth Waterfalls und der National Pass, quasi ein Wanderweg entlang der Wasserfälle. Nach einer gut einstündigen Fahrt durch die westlichen Vororte Sydneys waren wir mitten in den Blue Mountains angekommen.

Und dann gings auch schon los. Der Weg ist 4,4 km lang und es galt 700 Höhenmeter zu überwinden. Zunächst ging es über etliche Stufen - zum Schluss sollten es noch mehr werden - ins Tal, von wo aus man schon einige Wasserfälle hören konnte. Bereits nach ein paar Schritten hat man eine unglaubliche Aussicht über die verschiedenen Täler der Mountains.
Ich hatte als Wegzehrung Original Gummibärchen besorgt und da Isaac bei unserer Unternehmung auch etwas lernen sollte, hatte mein Chef entschieden, dass er nur Gummibärchen bekommt, wenn er auch auf deutsch danach fragt.
Den Satz "Darf ich ein Gummibärchen haben?" wird er denke ich so schnell nicht vergessen, zumindest hat er ihn so oft wiederholt, bis die Packung zum Schluss fast leer war.
In Australien würde man erwarten, dass sämtliche Landstriche völlig verdorrt sind. Aber das ist falsch, das Land ist so abwechslungsreich und die Blue Mountains sind einfach nur richtig saftig grün und das das ganze Jahr über.
Zu Beginn ist uns auf unserem Weg kaum eine Menschenseele begegnet erst gegen Ende als wir uns den Wentworth Wasserfällen genähert haben kamen die Touristenschwärme.
An den Strassen durch die Blue Mountains gibt es unzählige Aussichtspunkte die natürlich von sämtlichen Reisebussen angefahren werden. Dort finden sich dann Massen von Asiaten ein, die kurz austeigen mal eben schnell  über gutausgebaute Wege zum nächsten Wasserfall laufen und ein paar Fotos machen.
Aber nicht mit uns.... Wie Issac so schön gesagt hat "We kicked the mountains ass!" Nicht nur, dass wir bei sommerlichen 32 Grad den manchmal doch eher beschwerlichen Weg auf uns genommen haben, wir sind auch zum Schluss die unglaublich steilen Stufen aus dem Tal wieder hinaufgekrakzelt.
Dort oben angekommen, mussten wir dann auch noch feststellen, dass unser Ausgangspunkt doch weiter wegliegt als gedacht und so gings durch den Wald über einen zwischenzeitlich nicht enden wollenden Weg wieder zurück zum Auto.

Anschließend haben wir noch einen kleinen Abstecher zu den Three Sisters, einer Felsgruppe gemacht. Dort haben wir uns dann aber wie die anderen Touristen mit dem Aussichtspunkt begnügt.

Abends bin ich dann ziemlich erschöpft, aber um ein tolles Erlebnis reicher einfach nur ins Bett gefallen.

Samstag, 20. Februar 2010

Tosca!

Bei der Überschrift könnte man meinen mich hätte doch noch das Karnevalsfieber gepackt und es ginge hier um das Lied ´Dicke Mädsche haben schöne Namen, heißen Tosca, Rosa oder Carmen...`.
Aber ganz im Gegenteil, Dienstagabend habe ich was für meine kulturelle Bildung getan und war spontan in Pucchinis Tosca in der weltberühmten Oper in Sydney.
Da Students Rush war konnte ich eine Stunde vor Beginn der Vorstellung eine Karte für einen der besten Plätze für schlappe AU$ 55 erstehen, die normalerweise über AU$ 200 kostet. Und so kann ich auch dieses Erlebnis auf meiner to Do Liste abhaken.
Die Oper ist von Innen eher weniger spektakulär da sie erst in den 60er, 70er Jahren erbaut wurde, Holzvertäfelungen soweit das Auge reicht. Die Stimmen waren dennoch super, nur die moderne Aufmachung des Stückes war jetzt nicht ganz so meins.
Ich habe mich auch sehr zu Hause gefühlt da man fast nur Deutsche vor dem Stück und während der Pause hat reden hören.

Gestern Abend gings dann mit Kate, Ricardo und 2 Freunden der beiden in ein brasilianisches Restaurant. Ich habe gefühlte 5 kg Fleisch gegessen, muss aber dazu sagen, dass ich glaub ich noch niemals so gutes Fleisch verzerrt hab.
Für alle die noch nie in einem brasilianischen Restaurant waren hier kurz zur Erläuterung das System: man zahlt einen festen Preis für das Essen und es laufen die ganze Zeit Kellerinnen mit Batzen von Fleisch auf Platten durchs Lokal und legen einem immer wieder etwas auf den Teller. Beilagen wie Reis, Kartoffeln und schwarze Bohnen stehen in Schalen auf dem Tisch.
Und solange man seine kleine Plakette, die vor einem auf dem Tisch steht nicht von grün auf rot rumdreht wird einem auch immer wieder etwas auf den Teller getan. Im Grunde wie mit dem Altbier......

Morgen gehts in aller Frühe mit meinem Chef und seiner Familie zum wandern in die Blue Mountains, ein Bericht darüber folgt dann in Kürze!

Viele Grüße vom anderen Ende der Welt von der Jase

Montag, 15. Februar 2010

Von Schlangen, Regen und brasilianischen Karneval.....

Damit euch ein für alle Male die Illusion genommen wird, hier würde den lieben langen Tag die Sonne scheinen ein kurzer Wetterbericht der letzten Tage:
Wie bereits im letzten Post angeklungen, regnete es als ich letzte Woche aus Melbourne wiedergekommen bin. Daraufhin folgten ein paar durchwachsene Tage mit überwiegend Sonnenschein. Nur was nutzt der schon wenn man tagsüber arbeiten muss und die Sonne bereits um 20 Uhr untergeht und man nach der Arbeit nur sehr kurze Zeit hat die Sonne zu geniessen.
Pünktlich zum Wochenende hat es jedoch wieder angefangen zu regnen und bis gestern Nacht auch nicht mehr aufgehört!
Da die Jasmin aber trotzalledem noch nicht alle Ecken Sydneys erkundet hat, gings Samstag bei bewölktem Himmel und gelegentlichen Schauern zunächst durch Balmain, mit der Fähre in die Stadt und dann einmal die Oxford Street rauf und runter.
Das einzig Gute ist, dass es immer noch an die 25-30 Grad hat, so dass es sich viel mehr wie ein warmer Sommerregen anfühlt, Gesetz den Fall, dass der Regen plötzlich nicht doch noch stärker wird oder die Luftfeuchtigkeit wie an manchen Tagen ins Unermessliche steigt.
Auch der Sonntag wollte genutzt werden und da der allwöchentliche Strandsonntag auch dieses Mal wegen des Regens ausfallen musste gings anstatt nach Manly an den Strand mit der Fähre nach Watsons Bay - ihr seht schon dieses Wochenende war mein Fährwochenende.
Der Ozean ragt eine ganze Ecke ins Landesinnere und trennt Sydney in eine Süd- und Nordhälfte, Watsons Bay liegt genau an der Mündung und ist somit das Tor zu Sydney.
Mit der Fähre angekommen, bin ich natürlich nicht direkt wie alle anderen Touris in das nächstbeste Fischlokal - das kam erst zum Schluss - sondern habe mich, allem Regen zum Trotz aufgemacht die Felsen der Lanzunge zu erklimmem.
Von dort oben hat man in die eine Richtung einen herrlichen Blick auf das offene Meer und kann auf der anderen Seite bis zu den Wolkenkratzer der Innensstadt schauen, falls das Wetter gut ist. Auch wenn meine Sicht an diesem Tag alles andere als optimal war, hat sich der Trip wirklich gelohnt.


Natürlich gings nach einem kurzen Zwischenstopp in einem der nicht mehr ganz so kleinen Fischrestaurants mit Fish und Chips auch wieder mit der Fähre in Richtung Innenstadt. Dabei sei nur am Rande angemerkt, dass der Blick von der Fähre auf die noblen Vororte Sydneys ganz ansehnlich ist.

Da sich die Zusammenstösse mit den kleinen krabbelnden Einwohnern Australiens in letzter Zeit gehäuft haben, musste eine Lösung her. Die Zusammenstösse liegen vor allem daran, dass man unter unsere Eingangstür seine Hand drunterherschieben kann, da sie nicht mit dem Boden abschließt. Dadurch sind sämtlichen Kakerlaken der Nachbarschaft Tür und Tor geöffnet und sie spazieren munter ohne jegliche Hindernisse zu uns rein.
Kate und ich haben uns deshalb entschieden eine Schlange zu kaufen. Also keine richtige Schlange, sondern quasi den Windfangdackel in Schlangenvormat. Bisher hat sie auch super geholfen und es wurde kein einziges Tierchen mehr gesichtet - toi toi toi.

Nachdem ich dieses Jahr an Karnval das erste Mal seit ich denken kann nicht in Düsseldorf sein kann wurde ich von Kate und ihrem brasilianischen Freund auf eine brasilianische Karnevalsparty mitgenommen. So sind Kate und ich gestern als einzige Blonde mit einer Horde Brasilianer und Brasilianerinnen losgezogen.
Um die Fragen der Jungs direkt zu beantworten es gab keine leichtbekleidete Sambatänzerinnen!!!!

Ich hoffe alle anderen Zuhausegebliebenen haben ordentlich gefeiert und das eine oder andere Alt für mich mitgetrunken!

In diesem Sinne Helau!

P.S.: da mein Rechner langsamer ist als ich, stelle ich oftmals erst nen paar Tage nach der Veröffentlichung von neuen Geschichten Fotos rein, es lohnt sich daher sich die alten Posts nochmal kurz anzuschauen.



Dienstag, 9. Februar 2010

Melbourne

Letztes Wochenende habe ich in Melbourne verbracht. Hatte mich bei Magnus und Pascal zwei Deutschen, die ich an Sylvester kennengelernt hatte selbst eingeladen, vielen Dank nochmal Jungs!
Nachdem ich schon von meheren Seiten gehört hatte, dass Melbourne viel schöner sein sollte als Sydney wollte ich mir selber ein Bild machen.
Der Flieger verlies Sydney bei Nieselregen und landete in Melbourne bei Nieselregen, das Wetter war also schonmal nicht wirklich besser!
Donnerstagabends gings dann direkt noch in eine Bar mit Jazzmusik, von der oberen Etage hatte man einen ganz ordentlichen Blick über die nächtliche Stadt.
Am nächsten Tag hatte sich das Wetter leider nicht wirklich verändert. Und bei Regen sieht alles nicht so rosig aus. In dem Moment war Melbourne für mich auch nur eine Großstadt unter Vielen die die selben Geschäfte hervorbrachte wie Sydney.
Samstag wurde ich dann endlich mit richtigem Kaiserwetter belohnt - im Nachhinein habe ich sogar erfahren, dass es Samstag in Sydndey überhaupt nicht aufgehört hat zu regnen!
Dieses Wochenende hat in Melbourne das St.Kilda Festival begonnen. Quasi das Sydney Festival von Melbourne. St.Kilda ist ein süßer Stadtteil direkt am Strand mit vielen Bars und Cafes und einer ganz ordentlichen Kulturszene und da die Jungs nur einen Stadtteil weiter wohnen, haben wir uns am Meer entlang auf den Weg dorthin gemacht!
Konnte dann sogar noch einen Pinguin in freier Wildbahn sehen. Na gut er hatte sich hinter einem Stein versteckt, aber es war sicher ein Pinguin und keine Wasserratte!

Sonntag gings dann bei strahlendem Sonnenschein und definitiv über 30 Grad nochmal in die Stadt. Und jetzt sah die Sache schon ganz anders aus. Ich glaub ich bin zwar auf der Sydney-schöner-finden-Seite, aber Melbourne ist deinitiv nicht zu verachten.
Nachdem ich den Botanischen Garten einmal quer gekreuzt hatte bin ich entlang des Yarra Flusses in Richtung Innenstadt gelaufen. Dort angekommen habe ich einen kleinen Anstecher ins Crown Casino gemacht. Ich war zwar noch nie in einem Casino aber ich würde sagen, dass hier war schon eines der Größeren!
An den Automaten und Tischen saßen ausschließlich Rentner oder Chinesen oder chinesische Rentner und obwohl es Sonntag und erst 13 Uhr mittags war, war das Casino gut gefüllt.
Danach habe ich noch eine kleine Rundfahrt mit der antiken Straßenbahn unternommen. Die Fahrt ist kostenlos und die Bahn fährt einmal um die ganze Innenstadt herum, so dass man einen guten Überblick bekommt. So war der Sonntag ein gelungener Abschluss. Ich verließ Melbourne bei strahlendem Sonnenschein und landete im veregneten Sydney.












Achja und nachdem ich jetzt schon von mehreren angeschrieben wurde und man mich gefragt hat ob ich denn letztes Wochenende auch in einen Kängurubeutel gefasst habe, muss ich an dieser Stelle leider sagen, dass ichs leider nicht geschafft habe. Die Sache gestaltet sich doch eher schwierig aber so leicht gebe ich schon nicht auf!

Sonntag, 31. Januar 2010

Palm Beach - Hunter Valley

Jetzt bin ich schon seit einem Monat in Dowm Under und heute war es dann endlich soweit, ich habe Kängurus und Koalas gesehen und sie sogar angefasst!!!!

Aber alles nacheinander: Gestern bin ich mit meiner Mitbewohnerin Kate, deren Schwester und ihrem Freund zu einer Landpartie in Richtung Palm Beach - einem Strand im Norden Sydneys - aufgebrochen.
Kates Schwester ist ein riesiger Fan von `Home and away` sozusagen der Lindenstrasse von Australien, die in Palm Beach gedreht wird. Um ihr eine Freude zu machen hatten Kate und Ricardo beschlossen mit ihr die Drehorte zu besuchen. So haben wir uns ganz gediegen ins 1 er BWM Cabriolet von Ricardo´s Mitbewohner gesetzt und sind topless die Küste in Richtung Norden hochgefahren.
Ein Cabriolet ist hier eigentlich völlig übertrieben, da die Sonne so stark herunterprallt, dass es ab und zu kaum auszuhalten ist. So wurde das Verdeck immer wieder geschlossen.
Am Strand angekommen wurde dann natürlich ersteinmal alles fotographisch festgehalten.
Entlang der Küste gibt es etliche kleine Strände die einfach herrlich sind! Vor allem sind sie einfach nicht so überfüllt wie die Stadtstrände von Sydney.



Heute gings dann mit Arne, Stephan und Paul zur Weintour ins Hunter Valley. Das liegt knapp 2 Autostunden von Sydney entfernt und ist eine der bekanntesten Weingegenden Australiens.
Unser erster Stopp war ein Wild Life Park, wo es Morning Tea mit den freundlichstens Kängurus Australiens geben sollte.
Dort angekommen wurden unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen. Nicht nur, dass die Kängurus und diverse andere tierische Bewohner Australiens frei herumliefen und völlig unbeeindruckt von uns zweibeinigen Besuchern schienen, sie ließen sich auch noch ohne weiteres anfassen.
So haben wir uns anfangs noch etwas zaghaft, aber dann ohne jegliche Berührungsängste auf sie gestürzt um sie zu streicheln. Das Highlight war natürlich eine Koalamama mit ihrem 9 Monate alten Baby, welches einfach nur richtig flauschig war.

 

Anschließend gings dann einmal quer durchs Valley zu 5 verschiedenen Weinverkostungen. Ich hatte riesige Weinberge und Hänge voll mit Rebstöcken erwartet. Aber es waren eher sanfte Hügel mit vereinzelten Weinfeldern. Obwohl das Wetter alles andere als sonnig war - zwischenzeitlich hat es immer wieder wie aus Kübeln geschüttet - konnte man sich gut vorstellen wie herrlich es dort bei Sonnenschein aussehen muss.


Mit insgesamt 13 Flaschen im Schlepptau -  im Dutzend waren sie günstiger- gings dann gegen nachmittag wieder zurück in Richtung Sydney.

Freitag, 29. Januar 2010

Wiedrige Umstände....

Vorgestern haben Britta und ich uns auf den Weg nach Jervis Bay gemacht, einer beliebten Urlaubsgegend rum 160 km südlich von Sydney. Nach einer 3 stündigen Zugfahrt entlag der Küste mussten wir noch eine gute Stunde mit dem Bus zu unseren Ziel dem kleinen Örtchen Huskinson fahren.
Der Bus hielt unter anderem an einem für die Gegend riesigen Einkaufszentrum an dem eine fünfköpfige Familie samt Wocheneinkauf einsteigen wollte. Nachdem die Mutter alle drei Kleinkinder in den Bus verfrachtet hatte, begann der Vater die Einkäufe etappenweise in den Bus zu schleppen. Nicht nur, dass der Busfahrer in aller seelenruhe gewartet hat, bis der Vater fertig war, er ist sogar ausgestiegen und hat geholfen die Windeln reinzutragen. Ein deutscher Busfahrer wäre wahrscheinlich schon längst mit Mutter und Kindern losgefahren und hätte den Vater draussen stehen gelassen.

Wer sich jetzt wie wir unter den kleinen Badeorten an der Southcoast Australiens kleine Fischerorte wie man sie in Frankreich, Spanien oder Italien findet vorstellt, wird leider etwas enttäuscht.
Aber gut es gab das Meer und Delphine wurden uns auch versprochen....
In Huskinson angekommen haben wir dann erstmal zwei junge Typen gefragt, wo man denn hier so schlafen kann. Uns wurde sofort das Husky Pub nahe gelegt, welche auch im Lonley Planet als gemütliche Gaststätte mit ordentlichen Zimmern angepriesen wird.
Auf die Frage ob das Pub denn auch sauber wäre meinte der junge Australier es wäre ´semi clean´! Das hätte uns schon abeschrecken müssen. Aber was solls, jetzt waren wir schon mal da, der Bus weg (es hätte keinen anderen mehr gegeben) und was vergleichbar Preiswertes gab es nicht!
Wir also auf ins Pub um nach einem Zimmer zu fragen. Nachdem wir uns die Zimmer auch kurz angeschaut hatten und abgesehen von der doch eher etwas älteren, wenn nicht sogar steinalten Ausstattung war es im ersten Moment nur der etwas modrige Geruch der den ersten Eindruck negativ geprägt hat. Aber wir dachten uns mit nem offenen Fenster geht das schon.
Und so haben wir das Zimmer genommen und uns auf den Weg gemacht die Gegend zu erkunden und für die nächste Nacht - geplant waren zwei Übernachtungen - ein andere Schlafstätte zu finden.
Gefunden haben wir leider nichts, aber dafür konnten wir an den ellenlangen weißen Strand der Bay nur knapp 10 m vom Ufer entfernt Delphine sehen.

Abends wieder im Pub angekommen wurde dann doch eher klar, dass es definitiv schönere Orte gibt um zu übernachten. Das mussten auch zwei Österreicher feststellen, die den gleichen Fehler begangen hatten wie wir uns sich dort ein Zimmer genommen hatten.
Der Geruch ging auch durch dauerhaftes Lüften nicht aus dem Zimmer raus und die Nacht war alles andere als erholsam.
Zunächst einmal muss man sagen, dass der Teppichboden in unserem Zimmer wild gemustert war und man definitiv nicht sehen konnte was da alles so langspaziert - ihr kennt ja bereits meine neuen Freunde - zudem wurden wir auch noch von Mücken geplagt.
Ich wurde nachts sogar wach, weil etwas auf meinen Schultern saß und mich gepiekt hat. Ich habe mich so erschrocken, dass ich das Ding einfach nur gepackt habe und weggeworfen habe. Und wenn ich sage, dass ich es gepackt habe, dann meine ich das auch so. Das Vieh war ganz schön groß und hatte einen richtigen Körper.
Leider, oder vielleicht auch Gott sei Dank war es dunkel und ich konnte nicht erkennen, was es genau war.

Nachdem wir die Nacht dann doch, wenn auch mit ein paar Blessuren überstanden hatten, ging es am nächsten Morgen mit den beiden Österreichern im Schlepptau auf zur Dolphin Cruise. So schipperten wir also zwei Stunden mit einem Schiff durch die Bay und konnten sogar Delphine sehen.

Da die beiden einen Mietwagen hatten und uns anboten uns Abends mit zurück nach Sydney zu nehmen - zu diesen Zeitpunkt war klar, dass wir keine weitere Nacht dort verbringen werden - sind wir noch gemeinsam zum Hyams Beach gefahren. Angeblich einer der weißesten Strände der Welt. Und ich kann sagen er ist definitiv richtig weiß!
Der Strand war einfach nur großartig. Kilometerlang, weiß, kristallklares Wasser und es waren kaum Menschen dort.
Und so haben wir noch einige Stunden an diesem herrlichen Fleckchen Erde verbracht, bevor es dann wieder in einem Hyundai Getz zu viert samt Gepäck in Richtung Sydney ging.
Die Fahrt verging aufgrund der äußerst amüsanten Reisebegleitung wie im Fluge und die doch eher etwas unschöne Nacht war durch den tollen Tag wieder fast vergessen.....





Dienstag, 26. Januar 2010

Happy Australia Day!

Heute war der australische Nationalfeiertag, den wir (Britta, Sonja, Arne, diverse andere Referendare...) natürlich auf gebührend gefeiert haben. Erst ging es zum großen Ferry Race an die Oper. Von dort hatte man einen super Blick auf das Hafenbecken, in dem hunderte von kleinen und großen Schiffen herumdümpelten.


Da es wieder Erwarten doch noch ziemlich heiß geworden ist, haben wir uns dann entschieden an den Strand zu fahren und Arne hat mich in die Geheimnisse des Bodyboarden eingeweiht. Ich habe es auch tatsächlich auch geschafft eine Welle zu nehmen.


Den Rest des nachmittags haben wir dann faul am Strand gelegen und abends gings zum großen Abschlussfeuerwerk nach Darling Harbour. Alles in allem ein richtig schöner Tag, wenn die Deutschen nur so den 3. Oktober feiern könnten!
In diesem Sinne viele Grüße vom anderen Ende der Welt!

Sonntag, 24. Januar 2010

Faulenzertag

Seit Freitag habe ich Besuch von Britta, die jetzt eine Woche bei mir bleiben wird. Nachdem gestern knapp über 40 Grad waren und wir heute einfach nur hundemüde sind und das Wetter unseren geplanten Strandtag wegen des Regens ausfallen lassen hat, haben wir daher einen richtig faulen Sonntag eingelegt. D.h. wir haben das Haus nicht verlassen und nur auf der Couch rumgelegen.
Gestern mussten wir auch schon Bekanntschaft mit dem hiesigen Rauchmelder machen. Der Toaster wollte nicht so wie wir wollten und leider ist das Toast eher etwas schwarz rausgekommen, von Rauchschwarden aber keine Spur, doch auf einmal ging ein ohrenbetäubendes Geräusch los.
Nach einer kurzen Schocksekunde war dann klar, das muss der Rauchmelder sein, aber wo ist das verdammte Ding?
Als wir es dann im Flur entdeckt hatten, ist Britta unter Einsatz ihres Lebens, vor allem ihrer Hörfähigkeit auf einen Stuhl und das Ding abzustellen. Aber leider war der Stuhl zu klein. Also hat die Jasmin einen Turm aus Hocker und Stuhl gebaut.
Jetzt kam Britta zwar an das Ding dran, konnte es jedoch nicht ausschalten. Kurz entschlossen bin ich dann im Schlafanzug (Bambi) Richtung Nachbarn gestürzt. Im Vorgarten angekommen hat sich der Rauchmelder dann von selbst beruhigt. Noch mal Glück gehabt!

Freitag, 22. Januar 2010

Der Alltag

Nachdem der letzte Post den Anschein erwecken könnte, dass ich nur zum Vergnügen hier bin nun mal ein paar Zeilen über meine Arbeit.
Ich arbeite für einem Anwalt der ausschließlich auf Immigrationen spezialisiert ist. Neben Goerge gibt es noch eine zweite Anwältin. Außerdem arbeiten im Büro noch zwei Festangestellte, ansonsten gibt es Mitarbeiter die immer mal wieder unter der Woche auftauchen, deren richtige Stellung in der Kanzlei konnte ich noch nicht wirklich ausmachen.
Die Mädels und auch natürlich George sind alle unheimlich nett und immer darauf bedacht, dass es mir gut geht.
So wurde als ich noch verzweifelt auf der Wohnungssuche war schon der Plan geschmiedet mich in einem Zelt in George´s Garten einzuquartieren.

Die Arbeit macht mal mehr mal weniger Spaß, aber im großen und ganzen ist es schon echt interessant. Für mich als Europäerin ist es jedoch eher schwierig jeden Tag mit den Südostasiatischen Namen unserer Klienten klarzukommen, da die den Großteil ausmachen.
Mir ist immer noch völlig schleicherhaft wie manche 10stellige Namen mit nur einem Vokal auskommen.

Um jetzt doch noch ein wenig den Neid zu schüren, sollte ich noch ganz schnell erzählen, dass heute der bisher heißeste Tag war mit knapp über 30 Grad. Für morgen sind übrigens 39 Grad angekündigt!

In diesem Sinne, viele Grüße ins kalte Deutschland!

Mittwoch, 20. Januar 2010

So lässts sichs leben!

Da es hier zwar die letzten Tage immer so um die 30 Grad hatte es aber schon um 20 Uhr dunkel wird, ist der Plan die allabendlichen letzten Sonnenstunden nach der Arbeit zu genießen.
Die letzten beiden Tage hat Sonja mir dabei Gesellschaft geleistet. So sitzen wir also am Opera House oder am Darling Harbour, schlecken Eis und stellen fest, dass es sich so ganz gut leben lässt.

Weil in meinem neuen zu Hause bisher kein Wlan vorhanden war und man um das Internet zu nutzen immer das viel zu kurze Kabel in den Laptop stecken musste um dann mitten im Wohnzimmer zu sitzen - zu nah am Fernseher und zu weit weg von der Couch - wurde jetzt ein Router angeschafft.
Nachdem wir gestern Abend ganz gemütlich einen Wein auf unserer Terasse getrunken hatten, hat sich Ricardo, der brasilianische Freund meiner Mitbewohnerin und IT Fachmann, daran gemacht das Wlan auf meinem betagten und doch etwas langsamen Rechner einzurichten.
Sofort kamen dann Fragen wie: "What does ´Willkommen´ mean?" oder auch "What does `Sie benutzen ein anderes Programm, wenn Sie Hilfe benötigen.....´ mean?"
Äußerst amüsant, aber letztendlich hat alles geklappt, wenn es auch komplizierter als nötig war. Und so sitze ich nun zufrieden in meinem Bett und sende Euch schöne Grüße in die Heimat.

Achja, musste heute morgen schon wieder eine Kakerlake töten. Diesmal spazierte sie aus meinem Zimmer raus, ich sag Euch die haben ganz schön viele Verwandte und Freunde hier!

Sonntag, 17. Januar 2010

Die spinnen die Australier....

Nach einem ausgiebigen Früstück am Bondi Beach mit Sonja und Arne, 2 anderen Referendaren, gings heute für mich das erste Mal so richtig zum Strand - mit Badesachen und allem drum und dran. Ich habe mich natürlich auch sofort in die Wellen gestürzt.
Der Spaß war aber nach 2 Stunden vorbei, da ich es beim ersten Mal mit der Sonne nicht übertreiben wollte, da ich ja doch eher der etwas hellhäutigere Typ bin.
Und soweit ich es heute Abend beurteilen kann bin ich dem Sonnenbrand erfolgreich entkommen.

Jetzt wo ich schon seit etwas mehr als 2 Wochen hier in Down Under bin mal ein paar kleine Dinge, die einem als Ausländer vom anderen Ende der Erde doch etwas komisch vorkommen.
Zu einem geben die Fußgängerampeln mysteriöse Geräusche von sich, wenn sie auf grün springen. Ungefähr so: `Piu-dö-dö-dö-dö-dö!` und das auch noch in einer Höllenlautstärke - ich hab beim ersten Mal fast einen Herzinfakt bekommen, weil ich mich so erschreckt habe.
Meine Lieblingsampel ist an einer großen Kreuzung mitten in der Innenstadt, dort haben nämlich alle 4 Fußgängermapeln gleichzeitig grün, so dass man einmal quer über die gesamte Kreuzung laufen kann.
Außerdem ist es irgendwie komisch, dass einem jeder zur Begrüßung wie auch in den USA fragt `Hello, how are you?`, dabei interessiert es kein Schwein wie es dir wirklich geht. Habe schon überlegt der Kassiererin bei Woolworth das nächste Mal einfach um die Ohren zu hauen, wie scheiße mein Tag war ;-)
Des Weiteren ist Sydney erstaunlicherweise doch recht sauber, obwohl es fast nirgends Mülleimer gibt und wenn ich fast nirgends sage, dann meine ich auch fast nirgends.
Nicht auf der Straße, nicht an den Bushaltestellen noch nicht einmal im Bahnhof, und wenn muss man schwer nach ihnen suchen. Habe heute einen Bananenschale einmal quer mit mir durch die Stadt geschleppt, weil ich sie nicht wegwerfen konnte. Müll wird natürlich nicht getrennt!
Öffentliche Toiletten gibt es dafür an jeder Ecke und die sind sogar umsonst und einigermaßen sauber (@Lama und Briegel: kein Vergleich zu Paris). Einem ausgiebigen Stadtbummel mit viel Flüssigleit steht deshalb nichts entgegen.
Lustig ist zudem, dass es an den Bushaltestellen eher selten einen Plan gibt, auf dem steht, wo der Bus langfährt. Man kann schon froh sein wenn ein Fahrplan vorhaben ist. Im Bus dann selbst werden die Stationen weder angezeigt noch angesagt. Auch steht auf den Schildern an der Bushaltestelle so gut wie nie der Name der Station. Busfahren mit unbekannten Linien ist daher immer etwas abenteuerlich und ein kleines Glücksspiel.
Aber dafür bedankt man sich immer ganz nett beim Busfahrer wenn man aussteigt, sehr angenehm.
Wie auch Stephan und Flo am ersten Tag schon schmerzlich feststellen mussten, gibt es Alkohol hier nicht im Supermarkt zu kaufen, sondern nur in sogenannten Bottleshops. Natürlich gibt es zum Einkauf die obligatorische braune Papiertüte umsonst dazu.
In der Stadt gibt es außerdem immermal wieder Schilder durch die einzelne Straßenzüge als alkoholfreie Zonen ausgewiesen werden. Lustigerweise aber nur für bestimmte Zeitspannen, ich werde mal versuchen herauszufinden, was passiert wenn die Zeitspanne um ist.
Auch witzig ist, dass im Grunde jede Bar hier, auch wenn sie noch so klein ist einen Geldautomaten beherbergt, was so manchen bestimmt schon zum Verhängnis geworden ist.
Ganz zu schweigen davon, dass es in fast jedem größeren Pub ein Casino gibt und einen Raum in dem Sportwetten abgeschlossen werden können.
Wie ja allgemein bekannt herrscht hier auf der Insel Linksverkehr, aber auch nach 2 Wochen, kann ich euch immer noch nicht spontan sagen von wo die Autos kommen wenn ich am Bordstein stehe, geschweige denn auf welche Spur sie fahren werden, wenn sie abbiegen. Im Zweifel kommen sie von rechts.

So viel für heute, lieben Gruß Jasmin

Freitag, 15. Januar 2010

Einheimische Tierwelt.....

Gesternabend habe ich mich mit den anderen Referendaren hier aus Sydney auf ein Feierabendbierchen getroffen. Es waren sogar richtig viele so an die 10 Stück. Danach gings dann ins Theater -Hamlet auf deutsch, sehr modern, aber auch richtig gut.
Als ich dann zu Hause angekommen aus dem Badezimmer kam und in mein Bett wollte spazierte vor mir eine nicht ganz so kleine Kakerlake in mein Zimmer.
Mein erster Gedanke war "Ihhhh, Kate mach das sch.... Vieh hier weg!" Da meine Mtbewohnerin Kate jedoch schon schlief, habe ich mich zusammen genommen und bin erstmal schnurstracks in die Küche um das Anti-Kakerlakenspray zu holen.
Wieder in meinem Zimmer angekommen hatte sich das Tierchen auch schon in meinem Rucksack verkrochen. Todesmutig hab ichs rausgeschüttelt und es so lange eingenebelt bis es sich überhaupt nicht mehr geregt hat. Meine Nacht war danach alles andere entspannt, da ich immer mit weiteren Freunden und Verwandten des kleinen Viehs gerechnet habe.
Durch das örtliche Klima findet man die Tierchen hier leider immer mal wieder......

Als Nachtrag zu meinem zweiten Post kann ich außerdem berichten, dass das Cricketspiel tatsächlich drei Tage gedauert hat und Australien letztendlich doch noch gewonnen hat, nachdem sie wohl ziemlich zurücklagen.
Mein neuer Freund und derzeitig noch ständiger Begleiter Bill Bryson (danke nochmal Katja & Christina für das super Buch) beschreibt Cricket wie ich finde echt treffend wenn er schreibt "Es trifft nicht zu, dass die Engländer Cricket erfunden haben, damit alles andere menschliche Treiben interessant und aufregend wirkt. Das war nur ein unbeabsichtigter Nebeneffekt. Ich möchte auch keinen Sport verunglimpfen, den Millionen, von denen manche sogar einigermaßen wach aus der Wäsche gucken, gut finden - aber es ist ein komisches Spiel. Es ist der einzige Sport, bei dem Pausen für Mahlzeiten miteinbezogen werden. Es ist der einzige Sport bei dem die Zuschauer genauso viel Kalorien verbrauchen wie die Akteure, und wenn sie auch nur einwenig hibbelig sind, sogar mehr. Es ist - außer vielleicht Backen - die einzige Wettkampfart weit und breit, bei der man sich von Kopf bis Fuß in Weiß kleiden kann und am Schluss noch genauso sauber ist wie zu Beginn."



In diesem Sinne, viele Grüße ins verschneite Deutschland!!!

Montag, 11. Januar 2010

Operation Wohnungssuche - erfolgreich

Nach einer Woche nervenaufreibender Wohnungsuche bin ich nun vorgestern bei Kate eingezogen. Kate ist auch 26 und Australierin.
Ich wohne jetzt in einem netten kleinen Zimmer mit Kamin (voelliger Schwachsinn in Australien) im schoenen Rozelle unweit vom Meer und nur 4 km von der City, quasi 3 Stopps mit dem Bus, entfernt. Leider befindet sich kein Strand in unmittelbarer Naehe, aber dafuer etliche Parks entlang des Wassers und ausserdem kann ich wenn ich will  mit der Faehre in die Stadt fahren, was will man mehr!
Nachdem sich meine Wohnsituation wesentlich gebessert hat faengt auch langsam das Wetter an sich zu bessern, die letzten Tage waren es eigentlich immer knapp ueber 30 Grad und blauer Himmel.
Und da ich letzte Woche Donnerstag die Zusage fuer die Wohnung bekommen hatte, war ich mit Stephan erstmal am Bondi Beach um ein wenig zu relaxen. Das Leben hier kann also jetzt richtig beginnen.


Da Stephan als letzter meiner deutschen Freunde hier am Freitag abgereist ist, musste ich mich ja auf die Suche nach neuen Leuten machen. Und habe auch prompt per Studivz 1 Maedel und 2 Jungs gefunden, die am Samstag mit mir auf dem Eroeffnungsfest des Sydney Festivals waren.
Das Festival dauert mehere Tage und es finden in Parks und an anderen oeffentlichen Orten Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen statt.
Da im Rahmen des Festivals auch Hamlet von der Schaubuehne Berlin in deutsch aufgefuehrt wird hat mein Anwalt beschlossen, dass wir am Donnerstag mit noch zwei anderen Kollegen dort hingehen muessen, damit ich in Deutschland erzaehlen kann, dass ich in Sydney eine deutsche Auffuehrung gesehen hab, ausserdem soll ich natuerlich fuer die anderen uebersetzten, woraufhin ich nur meinte dass ich Shakespeare ja kaum in deutsch verstehe, naja we will see ;-) Berichte folgen - jetzt dann auch regelmaessiger.

Dienstag, 5. Januar 2010

Kurzer Statusbericht

Da mich die letzten Tage des oefteren E-mails mit der Frage erreichen, ob ich noch lebe hier ein kurzer Statusbericht:
Ich bin nun seit 6 tage in Sydney und heute ist der erste Tag mit permanenten Sonnenschein. Von wegen in Australien scheint die Sonne! Die letzten Tage hat es immer wieder geregnet und war eigentlich immer bewoelkt.
Auch habe ich noch kein einziges Mal am Strand gelegen. Man sieht zwar immer wieder das Wasser, denn das ist hier ja ueberall, aber so richtig drin oder dran war ich noch nicht. Und zu allem Uebel ist mir auch noch kein obenohne Surferboy begegnet.......
Leider habe ich bisher auch noch keine Wohnunh gefunden. Da ich Montag unser mittlerweile liebgewonnendes chaotisches Hostelzimmer verlassen musste, wohne ich jetzt erstmal in einem 6 Bettdorm. Auch sehr chaotisch, aber wenigstens gibt es free Internet.
Die Wohnungssuche gestaltet sich eher schwierig. Mit tatkraeftiger deutscher Unterstuetzung (danke euch Maedels ;-)) habe ich mir diverse Wohnungen angesehen und wir mussten feststellen, dass es scheinbar nicht ueblich ist, dass jeder ein eigenes Zimmer hat.
Also geht die Suche weiter, aber vorerst habe ich ja ein Dach ueber dem Kopf, auch wenn es sicherlich gemuetlichere Plaetzchen gibt.

Ausserdem hat ja gestern auch noch mein Praktikum angefangen, also bleibt noch weniger Zeit fuer die Wohnungssuche.
Mein erster Arbeitstag war ziemlich entspannt. Nach einem Besuch bei einem Parlamentsabgeordneten gings naemlich zu einem Cricketmatch. Mein Anwlt hatte Freikarten fuer das Spiel Australien gegen Pakistan geschenkt bekommen und so kam ich in den Genuss einer echten australischen Nationalsportart. Die einzelne Karte hat $ 109 gekostet also knapp 70 Euro, meines Erachtens voellig ueberteuert.
Ich kann jedoch nach knapp 3 Stunden (das Spiel dauert wahrscheinlich immer noch an, da dafuer 3 Tage angesetzt waren) eindeutig sagen, dass dieses Spiel ziemlich langweilig ist. Und das obwohl ich sogar die Regel verstanden habe!!!!!
Falls jemand an denen interessiert ist kriegt er ne etwas ausfuehrlichere Email von mir!
Soviel fuer heute. Liebe Gruesse in die Heimat!