Nach einem ausgiebigen Früstück am Bondi Beach mit Sonja und Arne, 2 anderen Referendaren, gings heute für mich das erste Mal so richtig zum Strand - mit Badesachen und allem drum und dran. Ich habe mich natürlich auch sofort in die Wellen gestürzt.
Der Spaß war aber nach 2 Stunden vorbei, da ich es beim ersten Mal mit der Sonne nicht übertreiben wollte, da ich ja doch eher der etwas hellhäutigere Typ bin.
Und soweit ich es heute Abend beurteilen kann bin ich dem Sonnenbrand erfolgreich entkommen.
Jetzt wo ich schon seit etwas mehr als 2 Wochen hier in Down Under bin mal ein paar kleine Dinge, die einem als Ausländer vom anderen Ende der Erde doch etwas komisch vorkommen.
Zu einem geben die Fußgängerampeln mysteriöse Geräusche von sich, wenn sie auf grün springen. Ungefähr so: `Piu-dö-dö-dö-dö-dö!` und das auch noch in einer Höllenlautstärke - ich hab beim ersten Mal fast einen Herzinfakt bekommen, weil ich mich so erschreckt habe.
Meine Lieblingsampel ist an einer großen Kreuzung mitten in der Innenstadt, dort haben nämlich alle 4 Fußgängermapeln gleichzeitig grün, so dass man einmal quer über die gesamte Kreuzung laufen kann.
Außerdem ist es irgendwie komisch, dass einem jeder zur Begrüßung wie auch in den USA fragt `Hello, how are you?`, dabei interessiert es kein Schwein wie es dir wirklich geht. Habe schon überlegt der Kassiererin bei Woolworth das nächste Mal einfach um die Ohren zu hauen, wie scheiße mein Tag war ;-)
Des Weiteren ist Sydney erstaunlicherweise doch recht sauber, obwohl es fast nirgends Mülleimer gibt und wenn ich fast nirgends sage, dann meine ich auch fast nirgends.
Nicht auf der Straße, nicht an den Bushaltestellen noch nicht einmal im Bahnhof, und wenn muss man schwer nach ihnen suchen. Habe heute einen Bananenschale einmal quer mit mir durch die Stadt geschleppt, weil ich sie nicht wegwerfen konnte. Müll wird natürlich nicht getrennt!
Öffentliche Toiletten gibt es dafür an jeder Ecke und die sind sogar umsonst und einigermaßen sauber (@Lama und Briegel: kein Vergleich zu Paris). Einem ausgiebigen Stadtbummel mit viel Flüssigleit steht deshalb nichts entgegen.
Lustig ist zudem, dass es an den Bushaltestellen eher selten einen Plan gibt, auf dem steht, wo der Bus langfährt. Man kann schon froh sein wenn ein Fahrplan vorhaben ist. Im Bus dann selbst werden die Stationen weder angezeigt noch angesagt. Auch steht auf den Schildern an der Bushaltestelle so gut wie nie der Name der Station. Busfahren mit unbekannten Linien ist daher immer etwas abenteuerlich und ein kleines Glücksspiel.
Aber dafür bedankt man sich immer ganz nett beim Busfahrer wenn man aussteigt, sehr angenehm.
Wie auch Stephan und Flo am ersten Tag schon schmerzlich feststellen mussten, gibt es Alkohol hier nicht im Supermarkt zu kaufen, sondern nur in sogenannten Bottleshops. Natürlich gibt es zum Einkauf die obligatorische braune Papiertüte umsonst dazu.
In der Stadt gibt es außerdem immermal wieder Schilder durch die einzelne Straßenzüge als alkoholfreie Zonen ausgewiesen werden. Lustigerweise aber nur für bestimmte Zeitspannen, ich werde mal versuchen herauszufinden, was passiert wenn die Zeitspanne um ist.
Auch witzig ist, dass im Grunde jede Bar hier, auch wenn sie noch so klein ist einen Geldautomaten beherbergt, was so manchen bestimmt schon zum Verhängnis geworden ist.
Ganz zu schweigen davon, dass es in fast jedem größeren Pub ein Casino gibt und einen Raum in dem Sportwetten abgeschlossen werden können.
Wie ja allgemein bekannt herrscht hier auf der Insel Linksverkehr, aber auch nach 2 Wochen, kann ich euch immer noch nicht spontan sagen von wo die Autos kommen wenn ich am Bordstein stehe, geschweige denn auf welche Spur sie fahren werden, wenn sie abbiegen. Im Zweifel kommen sie von rechts.
So viel für heute, lieben Gruß Jasmin