Freitag, 29. Januar 2010

Wiedrige Umstände....

Vorgestern haben Britta und ich uns auf den Weg nach Jervis Bay gemacht, einer beliebten Urlaubsgegend rum 160 km südlich von Sydney. Nach einer 3 stündigen Zugfahrt entlag der Küste mussten wir noch eine gute Stunde mit dem Bus zu unseren Ziel dem kleinen Örtchen Huskinson fahren.
Der Bus hielt unter anderem an einem für die Gegend riesigen Einkaufszentrum an dem eine fünfköpfige Familie samt Wocheneinkauf einsteigen wollte. Nachdem die Mutter alle drei Kleinkinder in den Bus verfrachtet hatte, begann der Vater die Einkäufe etappenweise in den Bus zu schleppen. Nicht nur, dass der Busfahrer in aller seelenruhe gewartet hat, bis der Vater fertig war, er ist sogar ausgestiegen und hat geholfen die Windeln reinzutragen. Ein deutscher Busfahrer wäre wahrscheinlich schon längst mit Mutter und Kindern losgefahren und hätte den Vater draussen stehen gelassen.

Wer sich jetzt wie wir unter den kleinen Badeorten an der Southcoast Australiens kleine Fischerorte wie man sie in Frankreich, Spanien oder Italien findet vorstellt, wird leider etwas enttäuscht.
Aber gut es gab das Meer und Delphine wurden uns auch versprochen....
In Huskinson angekommen haben wir dann erstmal zwei junge Typen gefragt, wo man denn hier so schlafen kann. Uns wurde sofort das Husky Pub nahe gelegt, welche auch im Lonley Planet als gemütliche Gaststätte mit ordentlichen Zimmern angepriesen wird.
Auf die Frage ob das Pub denn auch sauber wäre meinte der junge Australier es wäre ´semi clean´! Das hätte uns schon abeschrecken müssen. Aber was solls, jetzt waren wir schon mal da, der Bus weg (es hätte keinen anderen mehr gegeben) und was vergleichbar Preiswertes gab es nicht!
Wir also auf ins Pub um nach einem Zimmer zu fragen. Nachdem wir uns die Zimmer auch kurz angeschaut hatten und abgesehen von der doch eher etwas älteren, wenn nicht sogar steinalten Ausstattung war es im ersten Moment nur der etwas modrige Geruch der den ersten Eindruck negativ geprägt hat. Aber wir dachten uns mit nem offenen Fenster geht das schon.
Und so haben wir das Zimmer genommen und uns auf den Weg gemacht die Gegend zu erkunden und für die nächste Nacht - geplant waren zwei Übernachtungen - ein andere Schlafstätte zu finden.
Gefunden haben wir leider nichts, aber dafür konnten wir an den ellenlangen weißen Strand der Bay nur knapp 10 m vom Ufer entfernt Delphine sehen.

Abends wieder im Pub angekommen wurde dann doch eher klar, dass es definitiv schönere Orte gibt um zu übernachten. Das mussten auch zwei Österreicher feststellen, die den gleichen Fehler begangen hatten wie wir uns sich dort ein Zimmer genommen hatten.
Der Geruch ging auch durch dauerhaftes Lüften nicht aus dem Zimmer raus und die Nacht war alles andere als erholsam.
Zunächst einmal muss man sagen, dass der Teppichboden in unserem Zimmer wild gemustert war und man definitiv nicht sehen konnte was da alles so langspaziert - ihr kennt ja bereits meine neuen Freunde - zudem wurden wir auch noch von Mücken geplagt.
Ich wurde nachts sogar wach, weil etwas auf meinen Schultern saß und mich gepiekt hat. Ich habe mich so erschrocken, dass ich das Ding einfach nur gepackt habe und weggeworfen habe. Und wenn ich sage, dass ich es gepackt habe, dann meine ich das auch so. Das Vieh war ganz schön groß und hatte einen richtigen Körper.
Leider, oder vielleicht auch Gott sei Dank war es dunkel und ich konnte nicht erkennen, was es genau war.

Nachdem wir die Nacht dann doch, wenn auch mit ein paar Blessuren überstanden hatten, ging es am nächsten Morgen mit den beiden Österreichern im Schlepptau auf zur Dolphin Cruise. So schipperten wir also zwei Stunden mit einem Schiff durch die Bay und konnten sogar Delphine sehen.

Da die beiden einen Mietwagen hatten und uns anboten uns Abends mit zurück nach Sydney zu nehmen - zu diesen Zeitpunkt war klar, dass wir keine weitere Nacht dort verbringen werden - sind wir noch gemeinsam zum Hyams Beach gefahren. Angeblich einer der weißesten Strände der Welt. Und ich kann sagen er ist definitiv richtig weiß!
Der Strand war einfach nur großartig. Kilometerlang, weiß, kristallklares Wasser und es waren kaum Menschen dort.
Und so haben wir noch einige Stunden an diesem herrlichen Fleckchen Erde verbracht, bevor es dann wieder in einem Hyundai Getz zu viert samt Gepäck in Richtung Sydney ging.
Die Fahrt verging aufgrund der äußerst amüsanten Reisebegleitung wie im Fluge und die doch eher etwas unschöne Nacht war durch den tollen Tag wieder fast vergessen.....





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