Sonntag, 31. Januar 2010

Palm Beach - Hunter Valley

Jetzt bin ich schon seit einem Monat in Dowm Under und heute war es dann endlich soweit, ich habe Kängurus und Koalas gesehen und sie sogar angefasst!!!!

Aber alles nacheinander: Gestern bin ich mit meiner Mitbewohnerin Kate, deren Schwester und ihrem Freund zu einer Landpartie in Richtung Palm Beach - einem Strand im Norden Sydneys - aufgebrochen.
Kates Schwester ist ein riesiger Fan von `Home and away` sozusagen der Lindenstrasse von Australien, die in Palm Beach gedreht wird. Um ihr eine Freude zu machen hatten Kate und Ricardo beschlossen mit ihr die Drehorte zu besuchen. So haben wir uns ganz gediegen ins 1 er BWM Cabriolet von Ricardo´s Mitbewohner gesetzt und sind topless die Küste in Richtung Norden hochgefahren.
Ein Cabriolet ist hier eigentlich völlig übertrieben, da die Sonne so stark herunterprallt, dass es ab und zu kaum auszuhalten ist. So wurde das Verdeck immer wieder geschlossen.
Am Strand angekommen wurde dann natürlich ersteinmal alles fotographisch festgehalten.
Entlang der Küste gibt es etliche kleine Strände die einfach herrlich sind! Vor allem sind sie einfach nicht so überfüllt wie die Stadtstrände von Sydney.



Heute gings dann mit Arne, Stephan und Paul zur Weintour ins Hunter Valley. Das liegt knapp 2 Autostunden von Sydney entfernt und ist eine der bekanntesten Weingegenden Australiens.
Unser erster Stopp war ein Wild Life Park, wo es Morning Tea mit den freundlichstens Kängurus Australiens geben sollte.
Dort angekommen wurden unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen. Nicht nur, dass die Kängurus und diverse andere tierische Bewohner Australiens frei herumliefen und völlig unbeeindruckt von uns zweibeinigen Besuchern schienen, sie ließen sich auch noch ohne weiteres anfassen.
So haben wir uns anfangs noch etwas zaghaft, aber dann ohne jegliche Berührungsängste auf sie gestürzt um sie zu streicheln. Das Highlight war natürlich eine Koalamama mit ihrem 9 Monate alten Baby, welches einfach nur richtig flauschig war.

 

Anschließend gings dann einmal quer durchs Valley zu 5 verschiedenen Weinverkostungen. Ich hatte riesige Weinberge und Hänge voll mit Rebstöcken erwartet. Aber es waren eher sanfte Hügel mit vereinzelten Weinfeldern. Obwohl das Wetter alles andere als sonnig war - zwischenzeitlich hat es immer wieder wie aus Kübeln geschüttet - konnte man sich gut vorstellen wie herrlich es dort bei Sonnenschein aussehen muss.


Mit insgesamt 13 Flaschen im Schlepptau -  im Dutzend waren sie günstiger- gings dann gegen nachmittag wieder zurück in Richtung Sydney.

Freitag, 29. Januar 2010

Wiedrige Umstände....

Vorgestern haben Britta und ich uns auf den Weg nach Jervis Bay gemacht, einer beliebten Urlaubsgegend rum 160 km südlich von Sydney. Nach einer 3 stündigen Zugfahrt entlag der Küste mussten wir noch eine gute Stunde mit dem Bus zu unseren Ziel dem kleinen Örtchen Huskinson fahren.
Der Bus hielt unter anderem an einem für die Gegend riesigen Einkaufszentrum an dem eine fünfköpfige Familie samt Wocheneinkauf einsteigen wollte. Nachdem die Mutter alle drei Kleinkinder in den Bus verfrachtet hatte, begann der Vater die Einkäufe etappenweise in den Bus zu schleppen. Nicht nur, dass der Busfahrer in aller seelenruhe gewartet hat, bis der Vater fertig war, er ist sogar ausgestiegen und hat geholfen die Windeln reinzutragen. Ein deutscher Busfahrer wäre wahrscheinlich schon längst mit Mutter und Kindern losgefahren und hätte den Vater draussen stehen gelassen.

Wer sich jetzt wie wir unter den kleinen Badeorten an der Southcoast Australiens kleine Fischerorte wie man sie in Frankreich, Spanien oder Italien findet vorstellt, wird leider etwas enttäuscht.
Aber gut es gab das Meer und Delphine wurden uns auch versprochen....
In Huskinson angekommen haben wir dann erstmal zwei junge Typen gefragt, wo man denn hier so schlafen kann. Uns wurde sofort das Husky Pub nahe gelegt, welche auch im Lonley Planet als gemütliche Gaststätte mit ordentlichen Zimmern angepriesen wird.
Auf die Frage ob das Pub denn auch sauber wäre meinte der junge Australier es wäre ´semi clean´! Das hätte uns schon abeschrecken müssen. Aber was solls, jetzt waren wir schon mal da, der Bus weg (es hätte keinen anderen mehr gegeben) und was vergleichbar Preiswertes gab es nicht!
Wir also auf ins Pub um nach einem Zimmer zu fragen. Nachdem wir uns die Zimmer auch kurz angeschaut hatten und abgesehen von der doch eher etwas älteren, wenn nicht sogar steinalten Ausstattung war es im ersten Moment nur der etwas modrige Geruch der den ersten Eindruck negativ geprägt hat. Aber wir dachten uns mit nem offenen Fenster geht das schon.
Und so haben wir das Zimmer genommen und uns auf den Weg gemacht die Gegend zu erkunden und für die nächste Nacht - geplant waren zwei Übernachtungen - ein andere Schlafstätte zu finden.
Gefunden haben wir leider nichts, aber dafür konnten wir an den ellenlangen weißen Strand der Bay nur knapp 10 m vom Ufer entfernt Delphine sehen.

Abends wieder im Pub angekommen wurde dann doch eher klar, dass es definitiv schönere Orte gibt um zu übernachten. Das mussten auch zwei Österreicher feststellen, die den gleichen Fehler begangen hatten wie wir uns sich dort ein Zimmer genommen hatten.
Der Geruch ging auch durch dauerhaftes Lüften nicht aus dem Zimmer raus und die Nacht war alles andere als erholsam.
Zunächst einmal muss man sagen, dass der Teppichboden in unserem Zimmer wild gemustert war und man definitiv nicht sehen konnte was da alles so langspaziert - ihr kennt ja bereits meine neuen Freunde - zudem wurden wir auch noch von Mücken geplagt.
Ich wurde nachts sogar wach, weil etwas auf meinen Schultern saß und mich gepiekt hat. Ich habe mich so erschrocken, dass ich das Ding einfach nur gepackt habe und weggeworfen habe. Und wenn ich sage, dass ich es gepackt habe, dann meine ich das auch so. Das Vieh war ganz schön groß und hatte einen richtigen Körper.
Leider, oder vielleicht auch Gott sei Dank war es dunkel und ich konnte nicht erkennen, was es genau war.

Nachdem wir die Nacht dann doch, wenn auch mit ein paar Blessuren überstanden hatten, ging es am nächsten Morgen mit den beiden Österreichern im Schlepptau auf zur Dolphin Cruise. So schipperten wir also zwei Stunden mit einem Schiff durch die Bay und konnten sogar Delphine sehen.

Da die beiden einen Mietwagen hatten und uns anboten uns Abends mit zurück nach Sydney zu nehmen - zu diesen Zeitpunkt war klar, dass wir keine weitere Nacht dort verbringen werden - sind wir noch gemeinsam zum Hyams Beach gefahren. Angeblich einer der weißesten Strände der Welt. Und ich kann sagen er ist definitiv richtig weiß!
Der Strand war einfach nur großartig. Kilometerlang, weiß, kristallklares Wasser und es waren kaum Menschen dort.
Und so haben wir noch einige Stunden an diesem herrlichen Fleckchen Erde verbracht, bevor es dann wieder in einem Hyundai Getz zu viert samt Gepäck in Richtung Sydney ging.
Die Fahrt verging aufgrund der äußerst amüsanten Reisebegleitung wie im Fluge und die doch eher etwas unschöne Nacht war durch den tollen Tag wieder fast vergessen.....





Dienstag, 26. Januar 2010

Happy Australia Day!

Heute war der australische Nationalfeiertag, den wir (Britta, Sonja, Arne, diverse andere Referendare...) natürlich auf gebührend gefeiert haben. Erst ging es zum großen Ferry Race an die Oper. Von dort hatte man einen super Blick auf das Hafenbecken, in dem hunderte von kleinen und großen Schiffen herumdümpelten.


Da es wieder Erwarten doch noch ziemlich heiß geworden ist, haben wir uns dann entschieden an den Strand zu fahren und Arne hat mich in die Geheimnisse des Bodyboarden eingeweiht. Ich habe es auch tatsächlich auch geschafft eine Welle zu nehmen.


Den Rest des nachmittags haben wir dann faul am Strand gelegen und abends gings zum großen Abschlussfeuerwerk nach Darling Harbour. Alles in allem ein richtig schöner Tag, wenn die Deutschen nur so den 3. Oktober feiern könnten!
In diesem Sinne viele Grüße vom anderen Ende der Welt!

Sonntag, 24. Januar 2010

Faulenzertag

Seit Freitag habe ich Besuch von Britta, die jetzt eine Woche bei mir bleiben wird. Nachdem gestern knapp über 40 Grad waren und wir heute einfach nur hundemüde sind und das Wetter unseren geplanten Strandtag wegen des Regens ausfallen lassen hat, haben wir daher einen richtig faulen Sonntag eingelegt. D.h. wir haben das Haus nicht verlassen und nur auf der Couch rumgelegen.
Gestern mussten wir auch schon Bekanntschaft mit dem hiesigen Rauchmelder machen. Der Toaster wollte nicht so wie wir wollten und leider ist das Toast eher etwas schwarz rausgekommen, von Rauchschwarden aber keine Spur, doch auf einmal ging ein ohrenbetäubendes Geräusch los.
Nach einer kurzen Schocksekunde war dann klar, das muss der Rauchmelder sein, aber wo ist das verdammte Ding?
Als wir es dann im Flur entdeckt hatten, ist Britta unter Einsatz ihres Lebens, vor allem ihrer Hörfähigkeit auf einen Stuhl und das Ding abzustellen. Aber leider war der Stuhl zu klein. Also hat die Jasmin einen Turm aus Hocker und Stuhl gebaut.
Jetzt kam Britta zwar an das Ding dran, konnte es jedoch nicht ausschalten. Kurz entschlossen bin ich dann im Schlafanzug (Bambi) Richtung Nachbarn gestürzt. Im Vorgarten angekommen hat sich der Rauchmelder dann von selbst beruhigt. Noch mal Glück gehabt!

Freitag, 22. Januar 2010

Der Alltag

Nachdem der letzte Post den Anschein erwecken könnte, dass ich nur zum Vergnügen hier bin nun mal ein paar Zeilen über meine Arbeit.
Ich arbeite für einem Anwalt der ausschließlich auf Immigrationen spezialisiert ist. Neben Goerge gibt es noch eine zweite Anwältin. Außerdem arbeiten im Büro noch zwei Festangestellte, ansonsten gibt es Mitarbeiter die immer mal wieder unter der Woche auftauchen, deren richtige Stellung in der Kanzlei konnte ich noch nicht wirklich ausmachen.
Die Mädels und auch natürlich George sind alle unheimlich nett und immer darauf bedacht, dass es mir gut geht.
So wurde als ich noch verzweifelt auf der Wohnungssuche war schon der Plan geschmiedet mich in einem Zelt in George´s Garten einzuquartieren.

Die Arbeit macht mal mehr mal weniger Spaß, aber im großen und ganzen ist es schon echt interessant. Für mich als Europäerin ist es jedoch eher schwierig jeden Tag mit den Südostasiatischen Namen unserer Klienten klarzukommen, da die den Großteil ausmachen.
Mir ist immer noch völlig schleicherhaft wie manche 10stellige Namen mit nur einem Vokal auskommen.

Um jetzt doch noch ein wenig den Neid zu schüren, sollte ich noch ganz schnell erzählen, dass heute der bisher heißeste Tag war mit knapp über 30 Grad. Für morgen sind übrigens 39 Grad angekündigt!

In diesem Sinne, viele Grüße ins kalte Deutschland!

Mittwoch, 20. Januar 2010

So lässts sichs leben!

Da es hier zwar die letzten Tage immer so um die 30 Grad hatte es aber schon um 20 Uhr dunkel wird, ist der Plan die allabendlichen letzten Sonnenstunden nach der Arbeit zu genießen.
Die letzten beiden Tage hat Sonja mir dabei Gesellschaft geleistet. So sitzen wir also am Opera House oder am Darling Harbour, schlecken Eis und stellen fest, dass es sich so ganz gut leben lässt.

Weil in meinem neuen zu Hause bisher kein Wlan vorhanden war und man um das Internet zu nutzen immer das viel zu kurze Kabel in den Laptop stecken musste um dann mitten im Wohnzimmer zu sitzen - zu nah am Fernseher und zu weit weg von der Couch - wurde jetzt ein Router angeschafft.
Nachdem wir gestern Abend ganz gemütlich einen Wein auf unserer Terasse getrunken hatten, hat sich Ricardo, der brasilianische Freund meiner Mitbewohnerin und IT Fachmann, daran gemacht das Wlan auf meinem betagten und doch etwas langsamen Rechner einzurichten.
Sofort kamen dann Fragen wie: "What does ´Willkommen´ mean?" oder auch "What does `Sie benutzen ein anderes Programm, wenn Sie Hilfe benötigen.....´ mean?"
Äußerst amüsant, aber letztendlich hat alles geklappt, wenn es auch komplizierter als nötig war. Und so sitze ich nun zufrieden in meinem Bett und sende Euch schöne Grüße in die Heimat.

Achja, musste heute morgen schon wieder eine Kakerlake töten. Diesmal spazierte sie aus meinem Zimmer raus, ich sag Euch die haben ganz schön viele Verwandte und Freunde hier!

Sonntag, 17. Januar 2010

Die spinnen die Australier....

Nach einem ausgiebigen Früstück am Bondi Beach mit Sonja und Arne, 2 anderen Referendaren, gings heute für mich das erste Mal so richtig zum Strand - mit Badesachen und allem drum und dran. Ich habe mich natürlich auch sofort in die Wellen gestürzt.
Der Spaß war aber nach 2 Stunden vorbei, da ich es beim ersten Mal mit der Sonne nicht übertreiben wollte, da ich ja doch eher der etwas hellhäutigere Typ bin.
Und soweit ich es heute Abend beurteilen kann bin ich dem Sonnenbrand erfolgreich entkommen.

Jetzt wo ich schon seit etwas mehr als 2 Wochen hier in Down Under bin mal ein paar kleine Dinge, die einem als Ausländer vom anderen Ende der Erde doch etwas komisch vorkommen.
Zu einem geben die Fußgängerampeln mysteriöse Geräusche von sich, wenn sie auf grün springen. Ungefähr so: `Piu-dö-dö-dö-dö-dö!` und das auch noch in einer Höllenlautstärke - ich hab beim ersten Mal fast einen Herzinfakt bekommen, weil ich mich so erschreckt habe.
Meine Lieblingsampel ist an einer großen Kreuzung mitten in der Innenstadt, dort haben nämlich alle 4 Fußgängermapeln gleichzeitig grün, so dass man einmal quer über die gesamte Kreuzung laufen kann.
Außerdem ist es irgendwie komisch, dass einem jeder zur Begrüßung wie auch in den USA fragt `Hello, how are you?`, dabei interessiert es kein Schwein wie es dir wirklich geht. Habe schon überlegt der Kassiererin bei Woolworth das nächste Mal einfach um die Ohren zu hauen, wie scheiße mein Tag war ;-)
Des Weiteren ist Sydney erstaunlicherweise doch recht sauber, obwohl es fast nirgends Mülleimer gibt und wenn ich fast nirgends sage, dann meine ich auch fast nirgends.
Nicht auf der Straße, nicht an den Bushaltestellen noch nicht einmal im Bahnhof, und wenn muss man schwer nach ihnen suchen. Habe heute einen Bananenschale einmal quer mit mir durch die Stadt geschleppt, weil ich sie nicht wegwerfen konnte. Müll wird natürlich nicht getrennt!
Öffentliche Toiletten gibt es dafür an jeder Ecke und die sind sogar umsonst und einigermaßen sauber (@Lama und Briegel: kein Vergleich zu Paris). Einem ausgiebigen Stadtbummel mit viel Flüssigleit steht deshalb nichts entgegen.
Lustig ist zudem, dass es an den Bushaltestellen eher selten einen Plan gibt, auf dem steht, wo der Bus langfährt. Man kann schon froh sein wenn ein Fahrplan vorhaben ist. Im Bus dann selbst werden die Stationen weder angezeigt noch angesagt. Auch steht auf den Schildern an der Bushaltestelle so gut wie nie der Name der Station. Busfahren mit unbekannten Linien ist daher immer etwas abenteuerlich und ein kleines Glücksspiel.
Aber dafür bedankt man sich immer ganz nett beim Busfahrer wenn man aussteigt, sehr angenehm.
Wie auch Stephan und Flo am ersten Tag schon schmerzlich feststellen mussten, gibt es Alkohol hier nicht im Supermarkt zu kaufen, sondern nur in sogenannten Bottleshops. Natürlich gibt es zum Einkauf die obligatorische braune Papiertüte umsonst dazu.
In der Stadt gibt es außerdem immermal wieder Schilder durch die einzelne Straßenzüge als alkoholfreie Zonen ausgewiesen werden. Lustigerweise aber nur für bestimmte Zeitspannen, ich werde mal versuchen herauszufinden, was passiert wenn die Zeitspanne um ist.
Auch witzig ist, dass im Grunde jede Bar hier, auch wenn sie noch so klein ist einen Geldautomaten beherbergt, was so manchen bestimmt schon zum Verhängnis geworden ist.
Ganz zu schweigen davon, dass es in fast jedem größeren Pub ein Casino gibt und einen Raum in dem Sportwetten abgeschlossen werden können.
Wie ja allgemein bekannt herrscht hier auf der Insel Linksverkehr, aber auch nach 2 Wochen, kann ich euch immer noch nicht spontan sagen von wo die Autos kommen wenn ich am Bordstein stehe, geschweige denn auf welche Spur sie fahren werden, wenn sie abbiegen. Im Zweifel kommen sie von rechts.

So viel für heute, lieben Gruß Jasmin

Freitag, 15. Januar 2010

Einheimische Tierwelt.....

Gesternabend habe ich mich mit den anderen Referendaren hier aus Sydney auf ein Feierabendbierchen getroffen. Es waren sogar richtig viele so an die 10 Stück. Danach gings dann ins Theater -Hamlet auf deutsch, sehr modern, aber auch richtig gut.
Als ich dann zu Hause angekommen aus dem Badezimmer kam und in mein Bett wollte spazierte vor mir eine nicht ganz so kleine Kakerlake in mein Zimmer.
Mein erster Gedanke war "Ihhhh, Kate mach das sch.... Vieh hier weg!" Da meine Mtbewohnerin Kate jedoch schon schlief, habe ich mich zusammen genommen und bin erstmal schnurstracks in die Küche um das Anti-Kakerlakenspray zu holen.
Wieder in meinem Zimmer angekommen hatte sich das Tierchen auch schon in meinem Rucksack verkrochen. Todesmutig hab ichs rausgeschüttelt und es so lange eingenebelt bis es sich überhaupt nicht mehr geregt hat. Meine Nacht war danach alles andere entspannt, da ich immer mit weiteren Freunden und Verwandten des kleinen Viehs gerechnet habe.
Durch das örtliche Klima findet man die Tierchen hier leider immer mal wieder......

Als Nachtrag zu meinem zweiten Post kann ich außerdem berichten, dass das Cricketspiel tatsächlich drei Tage gedauert hat und Australien letztendlich doch noch gewonnen hat, nachdem sie wohl ziemlich zurücklagen.
Mein neuer Freund und derzeitig noch ständiger Begleiter Bill Bryson (danke nochmal Katja & Christina für das super Buch) beschreibt Cricket wie ich finde echt treffend wenn er schreibt "Es trifft nicht zu, dass die Engländer Cricket erfunden haben, damit alles andere menschliche Treiben interessant und aufregend wirkt. Das war nur ein unbeabsichtigter Nebeneffekt. Ich möchte auch keinen Sport verunglimpfen, den Millionen, von denen manche sogar einigermaßen wach aus der Wäsche gucken, gut finden - aber es ist ein komisches Spiel. Es ist der einzige Sport, bei dem Pausen für Mahlzeiten miteinbezogen werden. Es ist der einzige Sport bei dem die Zuschauer genauso viel Kalorien verbrauchen wie die Akteure, und wenn sie auch nur einwenig hibbelig sind, sogar mehr. Es ist - außer vielleicht Backen - die einzige Wettkampfart weit und breit, bei der man sich von Kopf bis Fuß in Weiß kleiden kann und am Schluss noch genauso sauber ist wie zu Beginn."



In diesem Sinne, viele Grüße ins verschneite Deutschland!!!

Montag, 11. Januar 2010

Operation Wohnungssuche - erfolgreich

Nach einer Woche nervenaufreibender Wohnungsuche bin ich nun vorgestern bei Kate eingezogen. Kate ist auch 26 und Australierin.
Ich wohne jetzt in einem netten kleinen Zimmer mit Kamin (voelliger Schwachsinn in Australien) im schoenen Rozelle unweit vom Meer und nur 4 km von der City, quasi 3 Stopps mit dem Bus, entfernt. Leider befindet sich kein Strand in unmittelbarer Naehe, aber dafuer etliche Parks entlang des Wassers und ausserdem kann ich wenn ich will  mit der Faehre in die Stadt fahren, was will man mehr!
Nachdem sich meine Wohnsituation wesentlich gebessert hat faengt auch langsam das Wetter an sich zu bessern, die letzten Tage waren es eigentlich immer knapp ueber 30 Grad und blauer Himmel.
Und da ich letzte Woche Donnerstag die Zusage fuer die Wohnung bekommen hatte, war ich mit Stephan erstmal am Bondi Beach um ein wenig zu relaxen. Das Leben hier kann also jetzt richtig beginnen.


Da Stephan als letzter meiner deutschen Freunde hier am Freitag abgereist ist, musste ich mich ja auf die Suche nach neuen Leuten machen. Und habe auch prompt per Studivz 1 Maedel und 2 Jungs gefunden, die am Samstag mit mir auf dem Eroeffnungsfest des Sydney Festivals waren.
Das Festival dauert mehere Tage und es finden in Parks und an anderen oeffentlichen Orten Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen statt.
Da im Rahmen des Festivals auch Hamlet von der Schaubuehne Berlin in deutsch aufgefuehrt wird hat mein Anwalt beschlossen, dass wir am Donnerstag mit noch zwei anderen Kollegen dort hingehen muessen, damit ich in Deutschland erzaehlen kann, dass ich in Sydney eine deutsche Auffuehrung gesehen hab, ausserdem soll ich natuerlich fuer die anderen uebersetzten, woraufhin ich nur meinte dass ich Shakespeare ja kaum in deutsch verstehe, naja we will see ;-) Berichte folgen - jetzt dann auch regelmaessiger.

Dienstag, 5. Januar 2010

Kurzer Statusbericht

Da mich die letzten Tage des oefteren E-mails mit der Frage erreichen, ob ich noch lebe hier ein kurzer Statusbericht:
Ich bin nun seit 6 tage in Sydney und heute ist der erste Tag mit permanenten Sonnenschein. Von wegen in Australien scheint die Sonne! Die letzten Tage hat es immer wieder geregnet und war eigentlich immer bewoelkt.
Auch habe ich noch kein einziges Mal am Strand gelegen. Man sieht zwar immer wieder das Wasser, denn das ist hier ja ueberall, aber so richtig drin oder dran war ich noch nicht. Und zu allem Uebel ist mir auch noch kein obenohne Surferboy begegnet.......
Leider habe ich bisher auch noch keine Wohnunh gefunden. Da ich Montag unser mittlerweile liebgewonnendes chaotisches Hostelzimmer verlassen musste, wohne ich jetzt erstmal in einem 6 Bettdorm. Auch sehr chaotisch, aber wenigstens gibt es free Internet.
Die Wohnungssuche gestaltet sich eher schwierig. Mit tatkraeftiger deutscher Unterstuetzung (danke euch Maedels ;-)) habe ich mir diverse Wohnungen angesehen und wir mussten feststellen, dass es scheinbar nicht ueblich ist, dass jeder ein eigenes Zimmer hat.
Also geht die Suche weiter, aber vorerst habe ich ja ein Dach ueber dem Kopf, auch wenn es sicherlich gemuetlichere Plaetzchen gibt.

Ausserdem hat ja gestern auch noch mein Praktikum angefangen, also bleibt noch weniger Zeit fuer die Wohnungssuche.
Mein erster Arbeitstag war ziemlich entspannt. Nach einem Besuch bei einem Parlamentsabgeordneten gings naemlich zu einem Cricketmatch. Mein Anwlt hatte Freikarten fuer das Spiel Australien gegen Pakistan geschenkt bekommen und so kam ich in den Genuss einer echten australischen Nationalsportart. Die einzelne Karte hat $ 109 gekostet also knapp 70 Euro, meines Erachtens voellig ueberteuert.
Ich kann jedoch nach knapp 3 Stunden (das Spiel dauert wahrscheinlich immer noch an, da dafuer 3 Tage angesetzt waren) eindeutig sagen, dass dieses Spiel ziemlich langweilig ist. Und das obwohl ich sogar die Regel verstanden habe!!!!!
Falls jemand an denen interessiert ist kriegt er ne etwas ausfuehrlichere Email von mir!
Soviel fuer heute. Liebe Gruesse in die Heimat!