Mittwoch, 31. März 2010

Time to say Goodbye.....

In wenigen Stunden geht mein Flieger und langsam wird es Zeit fuer mich Abschied zu nehmen. Nachdem es die letzten Tage in Sydney nur geregnet hatte, scheint heute extra nur fuer mich die Sonne. Das habe ich natuerlich ausgenutzt und bin nochmal wild mit der Faehre durch die Gegend gefahren.
Schon vorgestern habe ich fuer mich entschieden, dass es kein Abschied fuer immer sein wird. Ich werde definitiv wiederkommen, vielleicht nicht naechstes oder uebernaechstes Jahr, aber irgendwann ganz bestimmt.
Ich hatte eine tolle Zeit hier und habe eine Menge Leute kennengelernt die mir ans Herz gewachsen sind, meine Mitbewohner Kate und Ricardo, meine Kollegen aus dem Buero und natuerlich all die anderen Referendare die diese Erfahrung mit mir geteilt haben. Ich werd Euch alle vermissen und muss schon allein deshalb nochmal hierher ans andere Ende der Welt - und die anderen Referendare sehe ich hoffentlich bald mal wieder in Good Old Germany.
Hinzu kommt, dass ich ja noch nicht einmal einen Bruchteil von Australien gesehen hab. Die Frage ist ob jemals jemand Australien komplett erforscht hat.....

Aber jetzt freu ich mich auch erstmal auf zu Hause. Auf guenstige Supermaerkte, Fahrrad fahren, Kakerlaken freie Zonen, Spezi trinken, im Sommer abends noch im Hellen draussen sitzen zu koennen und natuerlich auf alle Daheimgebliebenen....



Montag, 29. März 2010

Operation Kängurubeutel gescheitert - Operation Koala erfolgreich

Ich habe wirklich alles gegeben und rein theoretisch bleiben mir auch noch drei Tage um meine Mission zu beenden. Es ist auch nicht so, dass ich vorzeitig aufgebe, aber ich muss einfach festhalten die Operation Kängurubeutel ist gescheitert.
Es ist keineswegs der Fall, dass ich es nicht versucht hätte aber es gestaltet sich doch eher als schwierig. Die possierlichen manchmal nicht ganz so kleinen Tierchen lassen sich in Wildlife Parks - in freier Wildbahn hab ich leider nur ein einziges Mal ein Wallaby gesehen - zwar ohne weiteres füttern und streicheln aber sobald es um den Beutel geht hört der Spaß auf. Aber hey, ich habe wenigstens welche angefasst!
Meine Reise war jedoch nicht ganz umsonst. Man könnte sich sogar die Frage stellen, ob dieses Erlebnis nicht sogar besser war als einem Känguru in den Beutel zu fassen. Ich habe nämlich einen Koala auf dem Arm gehalten!!!!!!!!!!!
Am Montagmorgen habe ich mich in freudiger Erwartung mit dem Bus in die Koala Sanctury in Brisbane aufgemacht, das erlärte Ziel war es einen Koala zu knuddeln.
Nach einer knapp 45 minütigen Fahrt dort angekommen musste ich leider feststellen, dass sie neben einem relativ hohen Eintrittspreis für den kleinen Park auch noch Geld dafür verlangen wenn man den Koala auf den Arm nimmt und ein Foto von einem dabei gemacht wird.
Da ich aber nur wegen des Koalaknuddelns da rausgefahren bin habe ich auch noch diese Bürde auf mich genommen und das Geld bezahlt.
Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Koaladame war ganz weich und flauschig und wollte gar nicht mehr von meinem Arm runter. Und so stand ich da einige Minuten mit einem Koala auf dem Arm und war einfach rundum zufrieden.
Nachdem ich jetzt schon den Eintritt und das Geld für das Foto bezahlt hatte, war der Dollar - verglichen mit den anderen Preisen spottbillig - für Kängurufutter auch noch schnell ausgegeben und ich habe mich ins Kängurugehege aufgemacht und dort meine liebgewonnenen Freunde zu füttern und zu streicheln.
Wir halten also fest Operation Kängurubeute gescheitert - Operation Koala erfolgreich.

Freitag, 26. März 2010

Going Surfing!

Da ich mich derzeit in einer Surferhochburg befinde habe ich heute mal einen Surfkurs gemacht. Mein Surflehrer war Greg, Ende 40, graue laengere Haare und hatte Probleme bis sechs zu zaehlen. Aber ansonsten ganz nett. Dennoch in keinem Fall der gutaussehende Surflehrer den man sich natuerlich erhofft.
Ausser mir hatte noch eine amerikanische Familie das Vergnuegen mit Greg.
Nach zwei Stunden hatte ich das auf den Knien surfen perfektioniert. Ich habe es zwar geschafft auf dem Brett zu stehen, aber die meiste Zeit habe ich auf dem Board gehockt, hat aber trotzdem super viel Spass gemacht. Das Anstrengenste war aber immer wieder mit dem Board raus zu den Wellen zu kommen. Dafuer werde ich heute Nacht sicherlich gut schlafen koennen......

Donnerstag, 25. März 2010

Fraser Island

Ich sitze gerad ganz backpackermaessig in einem Internetcafe umgeben von 20 jaehrigen die mit ihrer Family in der Heimat skypen und hab noch ein paar Minuten um Euch zu schreiben.
Am Sonntag gings ja in der frueh fuer mich mit dem Flieger nach Hervey Bay. Nachdem ich auf dem Weg zum Bahnhof einer aelteren Dame, die auf der Rolltreppe von ihrem eigenen Gepaeck umgeworfen wurde und wie ein Kaeger auf dem Ruecken die Rolltreppe hochgegondelt ist quasi das Leben gerettet habe, wurde ich warum auch immer - vielleicht wurde der Fluggesellschaft meine gute Tat zugetragen - upgegradet und ich durfte in einer der vorderen Reihen des Fliegers Platz nehmen. Leider war es nur eine sehr kleine Maschine und der Flug hat nur etwas mehr als eine Stunde gedauert, aber ich habe mich trotzdem wie ein Koenig gefuehlt.
Der Flughafen von Hervey Bay war der kleinste Flughafen den ich je gesehen habe - eine kleine Halle die alles beinhaltet, Check in, Gepaeckband und nur eine Ausgangstuer - ausserdem wurde die Treppe zum Flugzeug noch schoen per Hand herangeschoben.
In Hervey Bay angekommen hat mich dann das Glueck ersteinmal verlassen, denn es hat den ganzen Tag geregnet. Der Plan war eigentlich faul am Strand zu liegen, aber daraus wurde leider nichts. So habe ich den Tag im Hostel und der doch eher langweiligen Stadt totgeschlagen.
Montagmorgen wurde ich dann von Rosco - meinem Tourguide - am Hostel abgeholt und es ging auf zu einer 2 Tagestour nach Fraser Island. Insgsgesamt waren wir 13 Leute, hauptsaechlich Europaer + Rosco.
Fraser Island ist die groesste Sandinsel der Welt und seit den 90er Jahren Weltkulturerbe. Da die Insel wie gesagt komplett aus Sand besteht gibt es auch keine richtigen Strassen und sie ist nur mit Allradantrieb zu befahren.
Da das Baden am Strand eh zu gefaehrlich waere - Haie und Quallen - wird der Strand als Highway genutzt. Es gibt sogar Strassenschilder. Die Hoechstgeschwindigkeit betraegt 80km/h und so heizt jeder immer schoen entlang der Kueste.
Das Innere der Insel hat abgesehen von riesigen Sandwuesten noch etliche superklare Suesswasserseen und tropische Regenwaelder zu bieten. Die Landschaft ist einfach unbeschreiblich schoen. Und so haben wir die zwei Tage damit verbracht durch die Landschaft zu laufen, in Seen zu baden und immer wieder ueber Sandstrassen durchs Landesinnerer zu ruckeln. Wobei ruckeln noch harmlos ausgedrueckt ist. Jeder Ritt auf einem Kamel oder Elefanten waere komfortabler......
Genaechtigt wurde in einem kleinen Resort am Meer - Meeresrauschen in der Nacht inklusive -  und ich bin Abends sogar noch zu meinem lang ersehnten australischen BBQ -  fuer alle die sich Sorgen machen ohne Kaenguru oder aehnliches - gekommen.
Nach der Rueckkehr aufs Festland gings dann nach einer Nacht in Rainbow Beach auf nach Brisbane und heute bin ich mit dem Bus von Brisbane nach Byron Bay gefahren.
Ein ausfuerlicher Bericht ueber meine tierischen Erlebnisse in Brisbane erfoglt in Kuerze.......

Samstag, 20. März 2010

Wandertage!

Da meine Tage hier langsam gezählt sind versuche ich noch soviel wie möglich zu unternehmen. Letzte Woche habe ich zwei Walks von jeweils knapp 9,5km gemacht. Beide sind in Manly einem nördlichen Stadtteil von Sydney gestartet. Der erste schlängelte sich entlang der Küste, war super abwechslungsreich und landschaftlich einfach schön. Der zweite hatte zwar eine tolle Aussicht auf die Skyline von Sydney zu bieten, war aber doch eher etwas fad, was erklären würde, dass mir streckenweise niemand begegnet ist. Bei beiden hat man jedoch nicht das Gefühl, dass man mitten in einer Großstadt ist, vielmehr kommt das Gefühl von Abenteuer und Wildnis auf....

Gestern war mein letzter Arbeitstag, der mit einer vom Chef gesponsorten Pediküre nicht hätte besser abgerundet werden können. Die ganze weibliche Belegschaft - und das sind nunmal alle außer George - wurden nämlich von ihm dazu eingeladen.
Die Mitarbeiterinnen im Spa waren davon hellaufbegeistert und wollten auch direkt bei ihm anfangen!

Morgen früh geht´s für mich dann per Flieger auf Richtung Norden nach Fraser Island, ein wenig Backpackerluft schnuppern. Bisher sind nur die ersten Übernachtungen und die Tour nach Fraser Island gebucht. Danach - so ist der Plan - setzt sich die Jasmin dann in einen Bus und fährt die etwas über 1000 km nach Sydney mit dem Bus zurück und hält da an wo´s ihr gerade passt. Meine Hoffnung ist dort dann auch endlich noch mal das australische Wildlife zu Gesicht zu bekommen, da meine Mission ja im Moment eher zu scheitern droht.......
Ich werde wie immer berichten. In diesem Sinne, genießt die Frühlingssonne, ich bin dann mal für ein paar Tage weg!

Freitag, 12. März 2010

Haven´t seen the 501 for a long time!

Wie bereits in einem früheren Beitrag erwähnt ist das System des öffentlichen Nahverkehrs hier noch nicht so wirklich ausgereift.
Es gibt immer noch keine Ansagen im Bus, welche die nächste Haltestelle ansagen und man kann froh sein, wenn am Fahrplan überhaupt das Ziel des Busses steht. Das Folgeproblem ist dann, dass man im Bus sitzt und immer krampfhaft versucht zu erkennen wo die nächste Haltestelle ist und ob das eventuell die richtige für einen sein könnte.
Auch hält der Bus nur an, wenn man sein Patschehändchen raushält und dem Busfahrer sozusagen signalisiert, dass man nicht einfach nur so an der Bushaltestelle steht sondern auch bitte mitgenommen werden will.
Aber auch das ist nicht unbedingt eine Garantie, dass der Bus wirklich hält. Es kann sein, dass der Busfahrer der Aufassung ist, dass der Bus schon zu voll ist oder einfach mal das Winken der Wartenden ignoriert oder übersieht - so geschehen bei der armen Dame die morgens in den Bus einsteigen wollte, als ich auf dem Weg zur Arbeit war.
Zudem nehmen die Busfahrer den Fahrplan hier nicht wirklich erst. So kann es passieren, dass einfach mal 3 Busse - einer Linie wohlbemerkt - nicht kommen dafür dann 45 Minuten später 3 nacheinander.
Ich bin daher dazu übergegangen während der Wartezeit Sudokus zu lösen. Habe mittlerweile ein Heft komplett gelöst - ca 250 Stück (und da waren so einige kniffelige dabei). Und habe mir jetzt ein zweites Heft gekauft diesmal sinds 365 Stück, für jeden Tag eins, das sollte bis zum Schluss reichen. Ich solle dazu sagen, dass ich nur Sudokus löse, wenn ich an der Haltestelle sitze, da mir während der Fahrt dabei immer schlecht wird. Das sollte euch ungefähr einen Eindruck vermitteln wie lange ich immer warten muss.
Meine Lieblingslinien sind der 445 und der 501. Den 445 muss ich nehmen, wenn ich zur Arbeit fahre und ich bin überzeugt davon, dass es irgendwo in Sydney zwischen Balmain und Canterbury ein riesen Loch im Boden gibt in dem mindestens 15 445er Busse liegen.
Der 501 hingegen fährt von mir aus wie viele andere auch in die Innenstadt, er ist aber leider der einzige der über den Fischmarkt und den Bahnhof fährt.
Als ich vor 2 Wochen mit den anderen Sonntags am Fischmarkt verabredet war, habe ich nach 20 Minuten Wartezeit ein Taxi genommen und das wo ich doch 300 € für nen 3 Monatsticket ausgegeben habe.
Eine Woche später habe ich mal wieder mein Glück mit dem 501er versucht, aber auch diesmal kam er nicht. Als ich dann den nächstbesten anderen Bus genommen habe, wurden wir während der Bus an einer Haltestelle stand von einem Taxi gerammt.
Woraufhin der etwas hippimäßige Busfahrer aufgestanden ist und den Fahrgästen erklärt hat, ich wurde gerade von einem Taxi getroffen, diese Linie fährt nicht mehr weiter bitte alle auststeigen und bleiben sie bitte da, da wir eventuell ihre Personalien brauchen.
Also Alleman raus aus dem Bus und sich das Spektakel erstmal von Nahem angeschaut nach 2 Minuten war aber niemand mehr da, da wir uns natürlich alle auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle gemacht haben. Auch auf dem Nachhauseweg hatte ich kein Glück und der 501 ist mal wieder einfach nicht gekommen.
Dafür bin ich letzten Mittwoch am Bahnhof die Rolltreppe zu den Bussen heraufgekommen und wie aus dem Nichts ist ein 501er aufgetaucht. Ich habe die Gelegenheit natürlich direkt am Schopfe gepackt und bin reingesprungen, wer weiß, wann man den 501er das nächste Mal sieht........

Mittwoch, 10. März 2010

Go Tahs!

Letzten Samstag hab ich mich mit ein paar anderen deutschen Referendaren und einer Schweizerin aufgemacht um ein Rugbyspiel zu sehen.
Man muss dazu sagen, bis zum Ticketkauf am Stadion waren wir uns nicht sicher ob es sich um Rugby handelt oder nicht doch um Asutralian Rules Football. Eins war jedoch klar, es ist definitiv kein Cricket. Der Australier an sich ist nämlich sehr sportbegeistert und spielt alles was es so gibt.
Nach einem Blick auf die Eintrittskarte war dann aber schnell klar es ist Rugby - nicht dass ich den Unterschied zwischen den beiden Sportarten kenne, noch dass sich mir dir Regeln erschliessen.
Und so fanden wir uns unter sämtlichen babyblau gekleideten Fans wieder um das Spiel der New South Wales Waratahs gegen die Sharks zu sehen.
Nachdem ich in der Schlange am Geldautomaten den Typen hinter mir gefragt hatte wo denn die Sharks herkämen, meinte er wie selbstverständlich Durban, woruafhin ich nur fragte, wo bitte liegt denn Durban, als Antwort bekam ich Südafrika.
Er hat mir dann noch erklärt - zumindest hab ich das so verstanden - dass die Teams aus Australien New Zeeland und Südafrika zusammen in einer Liga spielen, ich lasse mich aber gerne eines bessere belehren falls das nicht stimmen sollte.
Das Spiel an sich war ziemlich unterhaltsam. Die meiste Zeit lagen die Spieler auf einem Haufen und versuchten den Ball den natürlich der Unterste hatte zu bekommen.
Sehr beeindruckt war ich auch von den Einwürfen... Um besser an den Ball - oder eher gesagt das Ei ranzukommen wurde aus jeder Mannschaft ein Spieler hochgehoben um das Ei zu fangen, äußerst graziös.
Ich habe zwar die Regeln immer noch nicht verstanden, aber alles in allem war es ein super Abend und wesentlich spannender als mein Besuch bei Cricket.