Freitag, 26. Februar 2010

Guten Morgen!

Ich sitze gerad am Frühstückstisch und hab mal wieder ein bisschen Zeit etwas zu schreiben. Die Wochen hier vergehen wie im Flug ich es gibt noch so viele Dinge die ich mir ansehen will. Hinzu kommt, dass meine imaginäre To Do Liste was Dinge wie endlich mal Fotos ins Netz zu stellen betrifft immer länger wird.
Jeden Tag zu arbeiten schlaucht schon ganz schön und abends ziehe ich es doch meistens vor mich gemütlich auf die Couch zu hauen und mir das australische Fernsehprogramm zu Gemüte zu führen.

Die letzte Woche war eher unspektakulär, nach der Arbeit bin ich oft noch durch die Stadt und habe nicht erkundete Stadtteile entdeckt.
Donnerstagabend war Pauls Abschiedsabend und wir sind nochmal mit einigen Leuten losgezogen, ein großartiger Abschluss Paul!
Gestern war ich dann eher ruhig etwas trinken und heute gehts zum Strand und Abends auf die Mardi Gras Parade. Sydney ist ein Mekka für Schwule und Lesben und wer die letzten Tage durch die Stadt gestreift ist, konnte schon so manche Besucher des Mardi Gras Festival ausmachen. Ihr dürft also auf den folgenden Bericht und die dann hoffentlich gemachten Bilder gespannt sein!

Ich werd mich jetzt langsam auf in die Sonne machen, euch ein schönes Wochenende.
Jasmin

Dienstag, 23. Februar 2010

Blue Mountains

Am Sonntag gings bei blauem Himmel und strahlenden Sonnenschein in aller Frühe - 7.45 Uhr, alle die mich gut genug kennen wissen, dass ich um diese Uhrzeit normalerweise nicht ansprechbar bin, mit meinem Chef und seinem 9jährigen Sohn Isaac auf in die Blue Mountains.

Die Blue Mountains heissen Blue Mountains, da die Eukalytusbäume, aus denen die Mountains hauptsächlich bestehen, ein Öl produzieren, dessen Dunst von Weitem blau scheint. Ich hoffe mal das stimmt jetzt so, ansonsten lasse ich mich gerne eines besseren belehren.
Unser Ziel waren die Wentworth Waterfalls und der National Pass, quasi ein Wanderweg entlang der Wasserfälle. Nach einer gut einstündigen Fahrt durch die westlichen Vororte Sydneys waren wir mitten in den Blue Mountains angekommen.

Und dann gings auch schon los. Der Weg ist 4,4 km lang und es galt 700 Höhenmeter zu überwinden. Zunächst ging es über etliche Stufen - zum Schluss sollten es noch mehr werden - ins Tal, von wo aus man schon einige Wasserfälle hören konnte. Bereits nach ein paar Schritten hat man eine unglaubliche Aussicht über die verschiedenen Täler der Mountains.
Ich hatte als Wegzehrung Original Gummibärchen besorgt und da Isaac bei unserer Unternehmung auch etwas lernen sollte, hatte mein Chef entschieden, dass er nur Gummibärchen bekommt, wenn er auch auf deutsch danach fragt.
Den Satz "Darf ich ein Gummibärchen haben?" wird er denke ich so schnell nicht vergessen, zumindest hat er ihn so oft wiederholt, bis die Packung zum Schluss fast leer war.
In Australien würde man erwarten, dass sämtliche Landstriche völlig verdorrt sind. Aber das ist falsch, das Land ist so abwechslungsreich und die Blue Mountains sind einfach nur richtig saftig grün und das das ganze Jahr über.
Zu Beginn ist uns auf unserem Weg kaum eine Menschenseele begegnet erst gegen Ende als wir uns den Wentworth Wasserfällen genähert haben kamen die Touristenschwärme.
An den Strassen durch die Blue Mountains gibt es unzählige Aussichtspunkte die natürlich von sämtlichen Reisebussen angefahren werden. Dort finden sich dann Massen von Asiaten ein, die kurz austeigen mal eben schnell  über gutausgebaute Wege zum nächsten Wasserfall laufen und ein paar Fotos machen.
Aber nicht mit uns.... Wie Issac so schön gesagt hat "We kicked the mountains ass!" Nicht nur, dass wir bei sommerlichen 32 Grad den manchmal doch eher beschwerlichen Weg auf uns genommen haben, wir sind auch zum Schluss die unglaublich steilen Stufen aus dem Tal wieder hinaufgekrakzelt.
Dort oben angekommen, mussten wir dann auch noch feststellen, dass unser Ausgangspunkt doch weiter wegliegt als gedacht und so gings durch den Wald über einen zwischenzeitlich nicht enden wollenden Weg wieder zurück zum Auto.

Anschließend haben wir noch einen kleinen Abstecher zu den Three Sisters, einer Felsgruppe gemacht. Dort haben wir uns dann aber wie die anderen Touristen mit dem Aussichtspunkt begnügt.

Abends bin ich dann ziemlich erschöpft, aber um ein tolles Erlebnis reicher einfach nur ins Bett gefallen.

Samstag, 20. Februar 2010

Tosca!

Bei der Überschrift könnte man meinen mich hätte doch noch das Karnevalsfieber gepackt und es ginge hier um das Lied ´Dicke Mädsche haben schöne Namen, heißen Tosca, Rosa oder Carmen...`.
Aber ganz im Gegenteil, Dienstagabend habe ich was für meine kulturelle Bildung getan und war spontan in Pucchinis Tosca in der weltberühmten Oper in Sydney.
Da Students Rush war konnte ich eine Stunde vor Beginn der Vorstellung eine Karte für einen der besten Plätze für schlappe AU$ 55 erstehen, die normalerweise über AU$ 200 kostet. Und so kann ich auch dieses Erlebnis auf meiner to Do Liste abhaken.
Die Oper ist von Innen eher weniger spektakulär da sie erst in den 60er, 70er Jahren erbaut wurde, Holzvertäfelungen soweit das Auge reicht. Die Stimmen waren dennoch super, nur die moderne Aufmachung des Stückes war jetzt nicht ganz so meins.
Ich habe mich auch sehr zu Hause gefühlt da man fast nur Deutsche vor dem Stück und während der Pause hat reden hören.

Gestern Abend gings dann mit Kate, Ricardo und 2 Freunden der beiden in ein brasilianisches Restaurant. Ich habe gefühlte 5 kg Fleisch gegessen, muss aber dazu sagen, dass ich glaub ich noch niemals so gutes Fleisch verzerrt hab.
Für alle die noch nie in einem brasilianischen Restaurant waren hier kurz zur Erläuterung das System: man zahlt einen festen Preis für das Essen und es laufen die ganze Zeit Kellerinnen mit Batzen von Fleisch auf Platten durchs Lokal und legen einem immer wieder etwas auf den Teller. Beilagen wie Reis, Kartoffeln und schwarze Bohnen stehen in Schalen auf dem Tisch.
Und solange man seine kleine Plakette, die vor einem auf dem Tisch steht nicht von grün auf rot rumdreht wird einem auch immer wieder etwas auf den Teller getan. Im Grunde wie mit dem Altbier......

Morgen gehts in aller Frühe mit meinem Chef und seiner Familie zum wandern in die Blue Mountains, ein Bericht darüber folgt dann in Kürze!

Viele Grüße vom anderen Ende der Welt von der Jase

Montag, 15. Februar 2010

Von Schlangen, Regen und brasilianischen Karneval.....

Damit euch ein für alle Male die Illusion genommen wird, hier würde den lieben langen Tag die Sonne scheinen ein kurzer Wetterbericht der letzten Tage:
Wie bereits im letzten Post angeklungen, regnete es als ich letzte Woche aus Melbourne wiedergekommen bin. Daraufhin folgten ein paar durchwachsene Tage mit überwiegend Sonnenschein. Nur was nutzt der schon wenn man tagsüber arbeiten muss und die Sonne bereits um 20 Uhr untergeht und man nach der Arbeit nur sehr kurze Zeit hat die Sonne zu geniessen.
Pünktlich zum Wochenende hat es jedoch wieder angefangen zu regnen und bis gestern Nacht auch nicht mehr aufgehört!
Da die Jasmin aber trotzalledem noch nicht alle Ecken Sydneys erkundet hat, gings Samstag bei bewölktem Himmel und gelegentlichen Schauern zunächst durch Balmain, mit der Fähre in die Stadt und dann einmal die Oxford Street rauf und runter.
Das einzig Gute ist, dass es immer noch an die 25-30 Grad hat, so dass es sich viel mehr wie ein warmer Sommerregen anfühlt, Gesetz den Fall, dass der Regen plötzlich nicht doch noch stärker wird oder die Luftfeuchtigkeit wie an manchen Tagen ins Unermessliche steigt.
Auch der Sonntag wollte genutzt werden und da der allwöchentliche Strandsonntag auch dieses Mal wegen des Regens ausfallen musste gings anstatt nach Manly an den Strand mit der Fähre nach Watsons Bay - ihr seht schon dieses Wochenende war mein Fährwochenende.
Der Ozean ragt eine ganze Ecke ins Landesinnere und trennt Sydney in eine Süd- und Nordhälfte, Watsons Bay liegt genau an der Mündung und ist somit das Tor zu Sydney.
Mit der Fähre angekommen, bin ich natürlich nicht direkt wie alle anderen Touris in das nächstbeste Fischlokal - das kam erst zum Schluss - sondern habe mich, allem Regen zum Trotz aufgemacht die Felsen der Lanzunge zu erklimmem.
Von dort oben hat man in die eine Richtung einen herrlichen Blick auf das offene Meer und kann auf der anderen Seite bis zu den Wolkenkratzer der Innensstadt schauen, falls das Wetter gut ist. Auch wenn meine Sicht an diesem Tag alles andere als optimal war, hat sich der Trip wirklich gelohnt.


Natürlich gings nach einem kurzen Zwischenstopp in einem der nicht mehr ganz so kleinen Fischrestaurants mit Fish und Chips auch wieder mit der Fähre in Richtung Innenstadt. Dabei sei nur am Rande angemerkt, dass der Blick von der Fähre auf die noblen Vororte Sydneys ganz ansehnlich ist.

Da sich die Zusammenstösse mit den kleinen krabbelnden Einwohnern Australiens in letzter Zeit gehäuft haben, musste eine Lösung her. Die Zusammenstösse liegen vor allem daran, dass man unter unsere Eingangstür seine Hand drunterherschieben kann, da sie nicht mit dem Boden abschließt. Dadurch sind sämtlichen Kakerlaken der Nachbarschaft Tür und Tor geöffnet und sie spazieren munter ohne jegliche Hindernisse zu uns rein.
Kate und ich haben uns deshalb entschieden eine Schlange zu kaufen. Also keine richtige Schlange, sondern quasi den Windfangdackel in Schlangenvormat. Bisher hat sie auch super geholfen und es wurde kein einziges Tierchen mehr gesichtet - toi toi toi.

Nachdem ich dieses Jahr an Karnval das erste Mal seit ich denken kann nicht in Düsseldorf sein kann wurde ich von Kate und ihrem brasilianischen Freund auf eine brasilianische Karnevalsparty mitgenommen. So sind Kate und ich gestern als einzige Blonde mit einer Horde Brasilianer und Brasilianerinnen losgezogen.
Um die Fragen der Jungs direkt zu beantworten es gab keine leichtbekleidete Sambatänzerinnen!!!!

Ich hoffe alle anderen Zuhausegebliebenen haben ordentlich gefeiert und das eine oder andere Alt für mich mitgetrunken!

In diesem Sinne Helau!

P.S.: da mein Rechner langsamer ist als ich, stelle ich oftmals erst nen paar Tage nach der Veröffentlichung von neuen Geschichten Fotos rein, es lohnt sich daher sich die alten Posts nochmal kurz anzuschauen.



Dienstag, 9. Februar 2010

Melbourne

Letztes Wochenende habe ich in Melbourne verbracht. Hatte mich bei Magnus und Pascal zwei Deutschen, die ich an Sylvester kennengelernt hatte selbst eingeladen, vielen Dank nochmal Jungs!
Nachdem ich schon von meheren Seiten gehört hatte, dass Melbourne viel schöner sein sollte als Sydney wollte ich mir selber ein Bild machen.
Der Flieger verlies Sydney bei Nieselregen und landete in Melbourne bei Nieselregen, das Wetter war also schonmal nicht wirklich besser!
Donnerstagabends gings dann direkt noch in eine Bar mit Jazzmusik, von der oberen Etage hatte man einen ganz ordentlichen Blick über die nächtliche Stadt.
Am nächsten Tag hatte sich das Wetter leider nicht wirklich verändert. Und bei Regen sieht alles nicht so rosig aus. In dem Moment war Melbourne für mich auch nur eine Großstadt unter Vielen die die selben Geschäfte hervorbrachte wie Sydney.
Samstag wurde ich dann endlich mit richtigem Kaiserwetter belohnt - im Nachhinein habe ich sogar erfahren, dass es Samstag in Sydndey überhaupt nicht aufgehört hat zu regnen!
Dieses Wochenende hat in Melbourne das St.Kilda Festival begonnen. Quasi das Sydney Festival von Melbourne. St.Kilda ist ein süßer Stadtteil direkt am Strand mit vielen Bars und Cafes und einer ganz ordentlichen Kulturszene und da die Jungs nur einen Stadtteil weiter wohnen, haben wir uns am Meer entlang auf den Weg dorthin gemacht!
Konnte dann sogar noch einen Pinguin in freier Wildbahn sehen. Na gut er hatte sich hinter einem Stein versteckt, aber es war sicher ein Pinguin und keine Wasserratte!

Sonntag gings dann bei strahlendem Sonnenschein und definitiv über 30 Grad nochmal in die Stadt. Und jetzt sah die Sache schon ganz anders aus. Ich glaub ich bin zwar auf der Sydney-schöner-finden-Seite, aber Melbourne ist deinitiv nicht zu verachten.
Nachdem ich den Botanischen Garten einmal quer gekreuzt hatte bin ich entlang des Yarra Flusses in Richtung Innenstadt gelaufen. Dort angekommen habe ich einen kleinen Anstecher ins Crown Casino gemacht. Ich war zwar noch nie in einem Casino aber ich würde sagen, dass hier war schon eines der Größeren!
An den Automaten und Tischen saßen ausschließlich Rentner oder Chinesen oder chinesische Rentner und obwohl es Sonntag und erst 13 Uhr mittags war, war das Casino gut gefüllt.
Danach habe ich noch eine kleine Rundfahrt mit der antiken Straßenbahn unternommen. Die Fahrt ist kostenlos und die Bahn fährt einmal um die ganze Innenstadt herum, so dass man einen guten Überblick bekommt. So war der Sonntag ein gelungener Abschluss. Ich verließ Melbourne bei strahlendem Sonnenschein und landete im veregneten Sydney.












Achja und nachdem ich jetzt schon von mehreren angeschrieben wurde und man mich gefragt hat ob ich denn letztes Wochenende auch in einen Kängurubeutel gefasst habe, muss ich an dieser Stelle leider sagen, dass ichs leider nicht geschafft habe. Die Sache gestaltet sich doch eher schwierig aber so leicht gebe ich schon nicht auf!